Ehefrau mit Stoffgürtel erdrosselt: Elf Jahre Haft für Bielefelder

Wohnhaus von Panagiotis F. am Sparrenberg brannte Freitag

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Ehefrau mit Gürtel erdrosselt: Elf Jahre Haft für Bielefelder - © Bielefeld
Ehefrau mit Gürtel erdrosselt: Elf Jahre Haft für Bielefelder (© Bielefeld)

Gießen/Bielefeld (dpa/lnw). Vier Jahre nach dem tödlichen Ende einer Ehe in Bad Camberg (Landkreis Limburg-Weilburg) ist der Ehemann Panagiotis F. aus Bielefeld wegen Mordes aus Heimtücke zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

Wie das Landgericht Gießen am Donnerstag feststellte, hatte der 44-Jährige seine Frau im Mai 2009 in einer Pension in Bad Camberg mit einem Stoffgürtel erdrosselt, nachdem ihm die Frau offenbart hatte, sich von ihm trennen zu wollen.

F. hatte während des Prozesses geschwiegen. Die Richter sahen in den jahrelangen Demütigungen, die F. von seiner Frau über sich ergehen lassen musste, mildernde Umstände und verhängten deshalb keine lebenslange Freiheitsstrafe. Wegen der langen Verfahrensdauer gilt ein Jahr seiner Haftstrafe bereits als verbüßt, hinzu kommen die vier Jahre, die F. bereits in U-Haft gesessen hatte

Der Angeklagte zu Prozessbeginn im Landgericht Limburg 2009 (Mitte) mit seinem Bielefelder Rechtsanwalt Rainer Pielsticker (l.) und Pflichtverteidiger Albert Balmert. - © FOTO: BERND BUDE
Der Angeklagte zu Prozessbeginn im Landgericht Limburg 2009 (Mitte) mit seinem Bielefelder Rechtsanwalt Rainer Pielsticker (l.) und Pflichtverteidiger Albert Balmert. (© FOTO: BERND BUDE)

Der Fall hatte die Gerichte seit 2010 beschäftigt. Das Landgericht Limburg hatte den Angeklagten zwei Mal wegen Mordes schuldig gesprochen und jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob die Entscheidungen jeweils auf und ordnete neue Verhandlungen an.

F. hatte den größten Teil seines Lebens in Bielefeld verbracht. Am vergangenen Freitag brannte das Haus seiner Eltern am Sparrenberg, in dem er viele Jahre gelebt hatte, bis auf die Grundmauern nieder. Allem Anschein nach gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Brand am Freitag und der Gewalttat vom 9. Mai 2009 in Bad Camberg.

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