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Bayer für Arminia eine Nummer zu groß

DFB-Pokal: Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 0:2 (0:0)

Tim Jerat (r) im Kampf um den Ball mit dem Leverkusener Stefan Reinartz (l). - © FOTO: DPA
Tim Jerat (r) im Kampf um den Ball mit dem Leverkusener Stefan Reinartz (l). (© FOTO: DPA)
Bayer für Arminia eine Nummer zu groß - © Arminia
Bayer für Arminia eine Nummer zu groß (© Arminia)

Bielefeld. Bayer Leverkusen hat gegen den wackeren Zweitligisten Arminia Bielefeld nur mit einem harten Stück Arbeit das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Heung-Min Son (62. Minute) und Sidney Sam (88.) erzielten beim 2:0 (0:0)-Sieg des Fußball-Bundesligisten am Dienstagabend die Treffer zum glanzlosen Pflichtsieg.

Wie im Vorjahr - als der damalige Drittligist erst in der Verlängerung bezwungen wurde - mühte sich Bayer gegen die Arminia lange, um den Zweitrundenerfolg vor 23.709 Zuschauern perfekt zu machen.

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Bayer-Trainer Sami Hyypiä schonte einige seiner Stars und bot eine gleich auf fünf Positionen veränderte Startelf auf. Aus der beim FSV Mainz 05 (4:1) siegreichen Formationen fehlten auch Nationalspieler Sam sowie Stefan Kießling bis in die zweite Halbzeit hinein. Das Liga-Spitzenspiel am Samstag gegen Hannover 96 und die Champions-League-Partie vier Tage später gegen Real Sociedad San Sebastian hatte der Finne offenbar schon im Blick. Dafür durften der Doppeltorschütze von Mainz, Robbie Kruse, und Eren Derdiyok von Anbeginn spielen.

Allerdings tat sich der Champions-League-Teilnehmer schwer gegen einen vor allem durch Kampfkraft auffallenden Zweitliga-Dritten, der immerhin Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig in der 1. Runde rausgeworfen hatte - und auch Bayer 04 wieder phasenweise ärgern konnte.

Trainer Stefan Krämer hatte sein Erfolgsteam auf einer Position umgestellt und brachte Phillip Riese für Patrick Schönfeld. Die personellen Überlegungen des DSC-Coaches wurden aber schon in der 7. Spielminute umgeworfen. Sebastian Hille musste mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Für ihn kam Johannes Rahn.

Zu früh gefreut

In der vierten Minute freuten sich die Arminia-Fans allerdings zu früh, als Manuel Hornig den Ball ins Bayer-Tor schoss. Sein Teamkollegen Fabian Klos hatte zuvor Philipp Wollscheid gefoult.

Glück hatten die Gastgeber zwei Minuten später, als nach einer Flanke von an Bayer-Stürmer Derdiyok per Kopf zu Simon Rolfes verlängerte, der aber aus drei Metern über das Tor schoss. Dann waren bis zum Pausenpfiff sehenswerte Spielszenen Mangelware.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Bielefeld gut dagegen, doch Leverkusen boten sich mehr und mehr Möglichkeiten. Derdiyoks Kopfball (54.) ging drüber. Stefan Reinartz (60.) traf die Latte. Son ließ sich seine Chance nach schöner Vorarbeit von Lars Bender nicht nehmen und schoss flach zur Führung ein.

Das Tor brachte Leverkusen deutlich Sicherheit. Die Arminia hatte angesichts des drohenden Ausscheidens nur noch wenig entgegenzusetzen. Ein Kopfball von Francky Sembolo (82.) war zu harmlos. Auf der Gegenseite machte der eingewechselte Sam alles klar. Problemlos schob er nach Flanke von Can ein.

Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 0:2 (0:0)

Arminia Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener (79. Sembolo),
Hornig, Feick - Schütz, Riese (80. Schönfeld) - Hille (8. Rahn),
Jerat, Müller - Klos

Bayer Leverkusen: Leno - Donati, Wollscheid, Spahic, Can -
Bender, Reinartz, Rolfes - Kruse (74. Sam), Derdiyok (67. Kießling),
Son (90.+1 Boenisch)

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 23.709
Tore: 0:1 Son (62.), 0:2 Sam (89.)
Gelbe Karten: Feick, Riese / Wollscheid

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