Björn Spittau ist erster Professor an der Medizinischen Fakultät Bielefeld

Matthias Bungeroth

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Björn Spittau, neuer Professor für Anatomie, wird begrüßt von Gründungsdekanin Claudia Hornberg, Fakultätsgeschäftsführer  Frank Lohkamp und Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld (v. l.). - © Universität Bielefeld/S. Sättele
Björn Spittau, neuer Professor für Anatomie, wird begrüßt von Gründungsdekanin Claudia Hornberg, Fakultätsgeschäftsführer  Frank Lohkamp und Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld (v. l.). (© Universität Bielefeld/S. Sättele)

Bielefeld. Die im Aufbau befindliche Medizinische Fakultät an der Universität Bielefeld hat ihren ersten Professor. Es ist Börn Spittau. Er übernimmt zum 1. Juli dort die Professur für Anatomie, wie die Universität mitteilte. Demnach war Spittau zuvor an der Universität Rostock am Institut für Anatomie als stellvertretender Institutsleiter tätig. Die Medizinische Fakultät soll zum Wintersemester 2020/21 ihren Lehrbetrieb aufnehmen.

Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, überreichte Spittau im Beisein der Gründungsdekanin Claudia Hornberg die Berufungsurkunde. Björn Spittau, Jahrgang 1979, studierte und promovierte an der Universität Göttingen im Fach Humanmedizin und war dort bis 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anatomie tätig. Anschließend wechselte er an die Universität Freiburg, wo er eine Arbeitsgruppe aufbaute, ab 2012 die Prosektur leitete, sich 2013 habilitierte und von 2014 bis 2015 eine Professur vertrat.

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"Den Studiengang Humanmedizin von Beginn an mitgestalten"

Seit 2016 ist Spittau Fachanatom der Anatomischen Gesellschaft. Im Jahr 2017 nahm Spittau einen Ruf auf die Professur für Anatomie an der Universität Rostock an. „An der Universität Bielefeld reizt mich die wohl einmalige Möglichkeit, den Studiengang Humanmedizin von Beginn an mitzugestalten und meine Vorstellungen von einer modernen und zeitgemäßen Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzten umzusetzen", erklärt Björn Spittau der Mitteilung zufolge.

Information

Die Fakultät für Medizin


Zum Wintersemester 2021/22 bietet die Universität Bielefeld ein humanmedizinisches Studium als Modellstudiengang für zunächst 60 Studierenden an.

Neben der kontinuierlichen fachbezogenen Vorbereitung auf die vielfältigen Anforderungen ärztlicher Tätigkeiten wird die Perspektive der ambulanten Medizin im neuen Modellstudiengang in besonderem Maße berücksichtigt.

Die Universität Bielefeld biete "mit ihren zahlreichen exzellenten Arbeitsgruppen und innovativen Zentren hervorragende Kooperationsmöglichkeiten für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Forschungsschwerpunkte meiner Arbeitsgruppe", so Spittau weiter. Wissenschaftlich beschäftigt den Mediziner und sein Team die Frage, welche Rolle spezialisierte Immunzellen (Mikroglia) des Zentralnervensystems während der Entwicklung und Reifung sowie bei Erkrankungen des Gehirns spielen und wie diese Funktionen reguliert werden.

"Ich freue mich auf unsere zukünftige Zusammenarbeit"

„Kollege Spittau ist trotz seines jungen Alters ein renommierter Forscher und Lehrender. Im Be-werbungsverfahren hat er dies insbesondere mit seinem wissenschaftlichen Vortrag und seiner Lehrprobe eindrucksvoll unterstrichen. Es ist gut, dass wir seine Expertise zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt in den Aufbauprozesse einbeziehen können", erklärt Hornberg. Dies gelte insbesondere auch für die Planungen zum Anatomie-Hörsaal und für den Aufbau des Körperspendewesens.

"Ich freue mich auf unsere zukünftige Zusammenarbeit", erklärt die Gründungsdekanin weiter. Sagerer ergänzt: „Mit der Anatomie-Professur haben wir eines der zentralen Fächer in der Medizin besetzt. Ich habe Herrn Spittau im Bewerbungsverfahren hochmotiviert erlebt und bin sicher, dass er sich kompetent und kreativ in den Aufbau der neuen Medizinischen Fakultät einbringen wird."

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