Vermisster Ulrich R.: Die Hoffnung der Polizei schwindet

David Schellenberg

Die Polizei bittet weiter um Mithilfe bei der Suche nach dem Vermissten. - © Pixabay
Die Polizei bittet weiter um Mithilfe bei der Suche nach dem Vermissten. (© Pixabay)

Löwendorf. Zehn Tage ist der letzte konkrete Hinweis auf Ulrich R. inzwischen alt. Zeugen wollen ihn am Mittwoch, 11. Februar, auf einem Weg in der Nähe von Rischenau gesehen haben. Als die Zeugen damals auf ihrem Handy noch mal das Foto des Gesuchten überprüfen wollten, lief dieser weg.

Mutmaßlich die letzte gesicherte Sichtung des 39-Jährigen. „Und dann kamen erst die ganz extremen Frosttage", sagt Polizeisprecher Jörg Niggemann. Auf Presseveröffentlichungen und einen Fernsehbeitrag seien kaum noch weitere Hinweise gekommen. Und wenn, war es nichts Handfestes, dem die Ermittler hätten nachgehen können.

Ulrich R. aus Löwendorf wird seit 3. Februar vermisst. - © Privat/Polizei
Ulrich R. aus Löwendorf wird seit 3. Februar vermisst. (© Privat/Polizei)

Natürlich hoffen Polizei und Familie, dass Ulrich R. doch noch nach Löwendorf zurückkehrt. Die offizielle Suche läuft weiter, ist aber stark zurückgefahren worden. „Wir halten in der Region weiter die Augen offen", sagt Niggemann. Ebenso wie die Kollegen aus Lippe.

Aber extra Personal wie in den vergangenen Wochen sei dafür nicht abgestellt. „Wir können aber sehr schnell reagieren, wenn weitere Hinweise eingehen", betont der Polizeisprecher. Die Polizei bittet die Bevölkerung, mögliche Beobachtungen umgehend unter Tel. (0 5271) 96 20 zu melden.

Ohne Handy und Geld verschwunden

Der Landwirt Ulrich R. war am Vormittag des 3. Februar vom landwirtschaftlichen Anwesen seiner Familie verschwunden. Augenscheinlich ohne Handy und Geld. Noch am selben Abend begann eine großangelegte Suchaktion. In den Folgetagen nahmen daran neben Einsatzkräften auch viele Bürger teil. Der Löwendorfer wurde in der Region von glaubhaften Zeugen immer wieder gesichtet.

Der Vermisste ist 1,85 Meter groß, 95 bis 100 Kilogramm schwer, hat dunkle, lockige Haare und einen Vollbart. Zum Zeitpunkt des Verschwindens trug er schwarze Arbeitskleidung und eine schwarze Mütze.

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