Deutschlands besten Distanzunterricht bietet Gymnasium im Kreis Gütersloh

Joe Cubick und Burkhard Hoeltzenbein

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Das Gymnasium Harsewinkel ist beim Distanzunterricht als beste Schulen ausgezeichnet worden. - © Joe Cubick
Das Gymnasium Harsewinkel ist beim Distanzunterricht als beste Schulen ausgezeichnet worden. (© Joe Cubick)

Harsewinkel. Den besten digitalen Unterricht in Deutschland bietet das Gymnasium Harsewinkel. Das findet zumindest die Jury des Unternehmens „Phywe", das jetzt den Preis – digital, versteht sich – an das Gymnasium übergab. Verbunden mit einem 1.000-Euro-Gutschein, den die Schule bei dem Hersteller von Lehr- und Lernmitteln im naturwissenschaftlichen Bereich mit Hauptsitz in Göttingen einlösen kann.

Mehr als 100 Schulen hatten sich für den Preis beworben. Bereits mit der Qualifikation für die zehn Kandidaten umfassende „Shortlist" erhielt das Gymnasium die Belohnung für sein Lernkonzept, mit dem die Schule besser als viele andere durch die Pandemiezeit kommt. Zur Einkaufsprämie kommt noch eine Schullizenz „curricuLAB" im Wert von 2.995 Euro.

Schule habe digitalen Unterricht mit Herz und Verstand aufgesogen

„Entscheidend ist die individuelle Förderung", heißt es in der Begründung. Das Gymnasium Harsewinkel lebe den digitalen Unterricht, habe ihn mit Herz und Verstand aufgesogen und sei eine treibende Kraft für flexible, innovative und didaktisch moderne Digitalkonzepte. „Digitaler Unterricht bedeutet für die Schule multimediales, kompetenzorientiertes, selbstreguliertes und selbstorganisatorisches Lernen."

Um eine der besten Schulen in den Kategorien „Newcomer Digital", „Bester digitaler Unterricht" oder „Bestes Homeschooling-Konzept" zu werden, musste das Gymnasium seine Herangehensweise erläutern. „Wir haben die Mischung aus asynchronem und synchronem Lernen ausführlich dargelegt", erklärte der stellvertretende Schulleiter David Tepaße. Gemeint ist das Lernen im eigenen Tempo nach Wochenplänen mit konkreten Arbeitsaufträgen sowie Beratungs-und Besprechungsphasen mit den Lehrern im Videochat.

Mit dem Unternehmensschulpreis werden Schulen ausgezeichnet, die ein besonderes Digitalkonzept entwickeln und verfolgen, kreativ beim digitalen Unterricht sind oder eine innovative digitale Schullösung in der Pandemiezeit entwickelten. „Die nominierten Schulen können stolz sein, es aus so vielen unter die besten zehn geschafft zu haben. Die Konkurrenz war stark", sagt Verena Konerding, Jurymitglied und Service/Campus Managerin bei PHYWE. Von den zehn für den Preis nominierten Schulen kommen sechs aus NRW.

Auch beim renommierten Deutschen Schulpreis wollen die Harsewinkler punkten

Digitaler Unterricht war am Harsewinkeler Gymnasium schon vor Corona fest verankert, habe dadurch aber noch Fahrt aufgenommen. Die Schule habe die einmalige Chance genutzt, sich zu reformieren. „Ich hoffe nicht, dass es nach der Pandemie weiter geht wie vorher", sagt Informatik-Fachkoordinator Tepaße, der seine Schule von der Ausstattung und strukturell gut aufgestellt sieht. Die Lernkultur werde sich dauerhaft verändern, hofft er.

Auch beim renommierten Deutschen Schulpreis schaffte es das Gymnasium mit dem Titel „Leuchttürme in der Krise" in die Vorauswahl. Ende des Monats werden David Tepaße, der didaktische Leiter Lars Zumbansen und Mittelstufenkoordinatorin die Kernelemente des Konzepts im Rahmen eines Schulpreis-Camps online präsentieren. Der Phywe-Preis bestätigt auch die Politik. Die Mittel für den am Dienstag vorgestellte Medienentwicklungsplan für die Schulen wurden einstimmig weiter aufgestockt.

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