Bei Inzidenz unter 100: Erste Öffnungen in NRW-Gastronomie

Angela Wiese und Ingo Kalischek

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Karl-Josef Laumann (r.,CDU) und Andreas Pinkwart (FDP). - © picture alliance/dpa
Karl-Josef Laumann (r.,CDU) und Andreas Pinkwart (FDP). (© picture alliance/dpa)

Düsseldorf. NRW setzt ab diesem Wochenende erste Öffnungsschritte um. Die Gastronomie darf ihre Außenbereiche ab diesem Wochenende, 15. Mai, öffnen, wenn die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) in einem Kreis stabil unter 100 liegt. Stabil heißt in diesem Fall: fünf Tage nacheinander. Die Außengastronomie darf dann von einer begrenzten Personenanzahl besucht werden. Zugang erhalten Genesene, Geimpfte sowie Personen mit aktuellem Negativtest.

Außerdem sind in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 kulturelle Freiluft-Veranstaltungen mit bis zu 500 Gästen gestattet.

Auch Hotels dürften schrittweise wieder öffnen – und private Übernachtungen wieder erlauben. Allerdings dürfen sie anfangs nicht mehr als 60 Prozent ihrer Kapazitäten ausschöpfen. Auch Übernachtungen in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sollen unter diesen Bedingungen für die drei Personengruppen (Geimpfte, Getestete, Genesene) wieder möglich sein.

In einer zweiten Stufe will NRW ab einer stabilen Inzidenz unter 50 in einer Kommune auch die Innengastronomie wieder öffnen. Das gilt dann auch für Betriebskantinen.

Der Einzelhandel darf Änderungen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 vornehmen. Dann sollen Terminvergaben entfallen, ebenso die Registrierungen. Auch zeitliche Einschränkungen sollen entfallen.

Liegt die Inzidenz stabil unter 50, dürfen auch Messen und Kongresse wieder stattfinden.

Laut Laumann ist die dritte Welle in NRW gebrochen. Man wolle deshalb nun verantwortungsvolle Schritte zur Wiederbelebung der Wirtschaft gehen. Laumann: "Wir sind beim Öffnen jetzt erst mal weiter vorsichtig. Die neue Corona-Schutzverordnung ist nicht ein Stein gemeißelt." Wenn die Inzidenz konstant weiter sinke, wolle NRW weitere Lockerungen vornehmen. Bis dahin wolle er die Situation aber noch weiter beobachten - vor allem beim Blick auf die Lage in den Intensivstationen. Dort liegen aktuell laut Laumann noch immer mehr als 1.000 Covid-Patienten; 780 werden invasiv beatmet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in NRW aktuell bei 116; am 1. Mai noch bei 166. Sobald der Wert für ganz NRW unter 100 fällt, will die Landesregierung möglichst landeseinheitliche Regeln umsetzen. Die würden dann auch die Schulen betreffen, so Laumann. Aktuell seien dem Land bei einer Inzidenz ab 100 jedoch noch die Hände gebunden, da dann die Bundesnotbremse greife, so der Minister. Deshalb wolle man in der kommenden Woche Gespräche führen, um für den Bildungsbereich einheitliche Regeln ab einer landesweiten Inzidenz von unter 100 vornehmen zu können.

Aktuell liegen in NRW 15 Kreise beziehungsweise kreisfreie Städte unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100, davon sieben seit mindestens fünf Tagen. Keine Region liegt unter 50. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wies NRW-weit am Mittwoch Münster auf (51,7), OWL-weit der Kreis Höxter (66,3). In Ostwestfalen-Lippe lagen neben der Stadt Bielefeld (145,4) auch die Kreise Gütersloh (137,6), Lippe (111,9), Paderborn (101,0) und Herford (100,6) über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100.

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