Nach Messerstecherei in Paderborn: Mann schwebt weiter in Lebensgefahr

Ralph Meyer und Birger Berbüsse

Einsatzwagen der Polizei am Tatort auf dem Kaukenberg. - © Ralph Meyer
Einsatzwagen der Polizei am Tatort auf dem Kaukenberg. (© Ralph Meyer)

Eine gewalttätige Auseinandersetzung in einem Mehrfamilienhaus im Arnikaweg in Paderborn hat die Paderborner Polizei am Sonntag auf den Plan gerufen. Inzwischen hat das Polizeipräsidium Bielefeld, das für Töttungsdelikte zuständig ist, eine Mordkommission eingerichtet. Das teilen die Staatsanwaltschaft Paderborn und das Polizeipräsidum Bielefeld in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Die Mordkommission ermittelt laut Pressemitteilung mit Beamten der Paderborner Polizei zu dem versuchten Tötungsdelikt. Für einen 30-jährigen Mann bestehe weiterhin Lebensgefahr. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger sei vorläufig festgenommen worden.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen soll eine 20-jährige Paderbornerin gegen 07.55 Uhr in ihre Wohnung im Arnikaweg zurückgekehrt sein. Sie habe sich in Begleitung einer 26-jährigen Paderbornerin, eines 30-jährigen Mannes aus Bad Lippspringe und eines 31-jährigen Paderborners befunden, heißt es weiter.

Plötzlich soll nach Angaben der Polizei der Freund der 20-Jährigen in der Wohnung aufgetaucht sei. Dieser 31-jährige Paderborner soll sie geschlagen und in die Küche gezerrt haben. Die beiden anwesenden Männer hätten versuchten, die Auseinandersetzung zu beenden und griffen ein. Dabei soll der 31-jährige Freund dem 30-Jährigen mit einem Messer lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben. Die Gewalttätigkeit habe sich im Garten fortgesetzt, wo die gerufenen Paderborner Polizisten schließlich auf den Verletzten und die beteiligten Personen trafen.

Nach der medizinischen Versorgung des 30-Jährigen vor Ort folgte eine Not-Operation, nach der sich das Opfer weiterhin in Lebensgefahr befindet. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt und befindet sich in einer Fachklinik.

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und seine Verletzungen ambulant behandelt, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Markus Mertens arbeitet die Mordkommission "Arnika" gemeinsam mit Ermittlern der Kreispolizeibehörde Paderborn an der Aufklärung der Tat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Paderborn soll der Tatverdächtige am Montag einem Haftrichter beim Amtsgericht Paderborn vorgeführt werden.

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