Feriensaison beginnt: Auf diesen Routen drohen Staus

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Viel Geduld und einen kühlen Kopf - das brauchen alle, die in den kommenden Wochen mit dem Auto in den Urlaub starten wollen. Denn der Reisesommer dürfte so staureich werden wie vor Corona, schätzt der ADAC. So füllen sich die Autobahnen bereits am kommenden Wochenende (24. bis 26. Juni), wenn in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien beginnen.

Dazu gesellen sich unabhängig von den Ferienterminen Reisende. Besonders bei schönem Wetter kommen noch kurzentschlossene Urlauberinnen und Urlauber sowie Tagesausflügler dazu.

Obwohl sich der Urlaubsverkehr laut Auto Club Europa (ACE) auf den klassischen Routen in Richtung Süden und an die Küsten gut verteilen dürfte, ist dennoch mit starkem Reiseverkehr und hoher Staugefahr zu rechnen. Endlos lange Staus erwartet der ADAC zum Saisonauftakt aber nicht.

Freitag: Ab Mittag ist mit Pendlerstaus in ganz Deutschland zu rechnen, der Urlaubsverkehr wird zusätzlich im Rhein-Ruhr-Gebiet zu spüren sein, prognostiziert der ACE. Die stauchträchtigsten Zeiten liegen zwischen 12.00 und 19.00 Uhr.

Samstag: Die klassischen Urlaubsstrecken in den Süden oder an die Küsten von Nord- und Ostsee sind schon ab dem frühen Vormittag stark belastet. Zwischen 9.00 und 16.00 Uhr dürfte das Verkehrsaufkommen am höchsten sein.

Sonntag: Für den Sonntag rechnet der ACE mit viel Ausflugsverkehr besonders bei schönem Wetter. Das füllt die Nebenstrecken und die Strecken rund um die Naherholungsgebiete.

Urlaubsverkehr auf den Autobahnen dürfte sich ab Vormittag bemerkbar machen, wenngleich aufgrund des Lkw-Fahrverbots die Lage entspannter sein dürfte als am Samstag. Die Hauptreisezeiten liegen demnach zwischen 10.00 und 14.00 Uhr und 16.00 bis 20.00 Uhr.

Am besten dürfte an Stauwochenenden durchkommen, wer die Urlaubsreise antizyklisch starten kann, etwa an einem Dienstag oder Mittwoch aufbricht. Wer allerdings den Samstag als Reisetag benötigt, sollte vor allem längere Fahrten morgens so früh wie möglich beginnen. Bei kurzer Anreise kann sie auch am Nachmittag oder am Sonntag starten.

Eine zusätzliche Staugefahr ergibt sich laut den Autoclubs aufgrund des G7-Gipfels in Elmau (26. bis 28. Juni). Hier muss demnach im bayerischen Oberland zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, so der ADAC.

Autofahrer müssen laut ACE mit weiträumigen Umleitungen (bereits ab 23. Juni) für den Durchgangsverkehr, zeitweiser Sperrungen einzelner Straßen und auch Personenkontrollen in diesem Bereich rechnen.

Die Autoclubs halten Staus und Verzögerungen besonders in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, im Raum Garmisch-Partenkirchen, auf den Routen zu den Küsten sowie auf folgenden Strecken oft in beiden Richtungen für möglich:

A 1Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - LübeckA 1 /A 3 / A 4Kölner RingA 2Hannover - DortmundA 3Oberhausen - Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - PassauA 4Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden A 5Hattenbacher Dreieck - Darmstadt - Karlsruhe - Basel A 6Mannheim - Heilbronn - NürnbergA 7Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte A 8Karlsruhe - Stuttgart - München - SalzburgA 9Nürnberg - MünchenA 10Berliner RingA 24Hamburg - BerlinA 31Bottrop - EmdenA 45Olpe - HagenA 61Mönchengladbach - Koblenz - LudwigshafenA 81Heilbronn - Stuttgart - SingenA 93Rosenheim - KiefersfeldenA 95/B2München - Garmisch-Partenkirchen A 96Kreuz MemmingenA 99Umfahrung München

Auch auf den klassischen Ferienrouten in Österreich und in der Schweiz dürfte das Ziel kaum staufrei erreicht werden. Staugefährdet sind unter anderem besonders die Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal-, Karawanken- und Gotthardroute, so der ADAC.

Für die Schweiz rechnet der ACE vor allem vor dem Gotthardtunnel mit Staus. Ab einer Wartezeit länger als eine Stunde lohne sich die Ausweichroute (A 13) über den San-Bernardino-Tunnel.

Beim Grenzverkehr nach Deutschland sollte man sich auf Wartezeiten wegen Grenzkontrollen einstellen. Wie lange man aktuell etwa bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland warten muss, sieht man bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

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