Kreisleichtathletiktag: Brand und Offel sind sauer auf den Verband

Sebastian Lucas

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Die Vorsitzenden des Kreisleichtathletik-Ausschusses, Axel Offel (links, Lemgo) und Klaus Brand) übernehmen weiter Verantwortung. - © Foto: Lucas
Die Vorsitzenden des Kreisleichtathletik-Ausschusses, Axel Offel (links, Lemgo) und Klaus Brand) übernehmen weiter Verantwortung. (© Foto: Lucas)

Detmold-Klüt. Unter bewährter Führung geht die lippische Leichtathletik in die nächsten drei Jahre: Die rund 50 Delegierten haben Donnerstagabend den Vorsitzenden Klaus Brand (Detmold) und Axel Offel (Lemgo) einstimmig das Vertrauen geschenkt. Das Votum muss nun noch vom Kreistag abgesegnet werden.

Axel Offel fungiert auch künftig parallel weiter als Breitensportwart, zudem machen Ulrich Offel (Wettkampfwart und Statistiker), Falco Budde (Kampfrichterwart), Guido Mertens (Jugendwart) und Zeitmessanlagen-Beauftragter Reinhard Faix weiter. „Die lippische Leichtathletik hat sich trotz teilweise ungünstiger Ausgangslagen vor Ort einen guten Namen hinsichtlich Vereins- und Nachwuchsarbeit sowie bei Veranstaltungen gemacht", fasste Brand, der seit 1977 im Kreisleichtathletik-Ausschuss tätig ist und seit 15 Jahren als Vorsitzender fungiert, zusammen.

Die Kreise Detmold und Lemgo sind bereits seit 1971 als Lippe vereint. „Dies hat sich bewährt", findet Brand und führte unter anderem die großen Erfolge aus. So hält Stabhochspringerin Desiree Singh (Lippe-Süd) weiter den Deutschen Rekord mit 4,32 Metern bei der U18 aus 2011, dazu kommen zwölf weitere Westfalenrekorde.

Die gute Stimmung im Gasthof trübte nur der Verband, der offenbar eine Trennung der Fußballer und Leichtathleten anstrebt. Zudem sollen sich Westfalen und Nordrhein zusammenschließen. „Das Thema ist heiß, wir haben gerade davon erfahren.

In der Verbandsspitze soll die Sache schon beschlossen sein, obwohl die Vorsitzenden der Kreise alle dagegen sind", berichtete Axel Offel (seit drei Jahren Vorsitzender): „Wenn es dazu kommt, würde die Kostensteigerung für uns jede Vorstellung sprengen. Denn Nordrhein ist pleite." So zahle ein Verein in Westfalen mit 200 bis 300 Mitgliedern derzeit 300 Euro im Jahr, in Nordrhein 800." Brand ergänzte: „Des Weiteren wäre es das Ende der Westfalenmeisterschaften, die für Athleten, die nicht zur absoluten Spitze gehören, so attraktiv sind."

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