HSG unterliegt im Testspiel der Nationalmannschaft Südkoreas

Oliver König

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Hat keinen leichten Stand: Blombergs Tessa van Zijl tankt sich gegen die starke Abwehr Südkoreas mit Hairim Song (links) und Boeun Gim durch. - © Oliver König
Hat keinen leichten Stand: Blombergs Tessa van Zijl tankt sich gegen die starke Abwehr Südkoreas mit Hairim Song (links) und Boeun Gim durch. (© Oliver König)

Blomberg. Länderspiel-Atmosphäre in der Halle an der Ulmenallee: Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe hatte zu einem sportlichen Vergleich mit der Nationalmannschaft Südkoreas eingeladen. Und die bestand den Test am Ende mit 34:30 (21:11).

Die Besucher rieben sich zunächst einmal verwundert die Augen. Denn die HSG agierte in der ersten Halbzeit wie von allen guten Geistern verlassen. Sieben Siebenmeter für die Gäste, vier Zeitstrafen für Blomberg, das sich außerdem neun technische Fehler und elf Fehlwürfe leistete – und das alles in gerade einmal 30 Minuten. In zwei emotionalen Auszeiten und einer deutlichen Pausenansprache machte HSG-Trainer André Fuhr seinem Ärger Luft. „Die erste Hälfte war uninspiriert und lustlos. Wenn 300 Zuschauer auf der Tribüne sitzen, haben wir die Verpflichtung, anders aufzutreten und uns anders zu präsentieren. Ich habe alle in die Pflicht genommen", meinte Fuhr. Südkorea, das einen Tag zuvor mit 27:28 beim Zweitligisten TV Beyeröhde verloren hatte, zeigte sich hingegen spielfreudig und lag verdient mit zehn Treffern vorne.

Ein völlig anderes Bild nach dem Wechsel. Die Fuhr-Worte hatten Wirkung gezeigt. Blomberg trat nun selbstbewusster und engagierter auf und verkürzte innerhalb von neun Minuten auf 17:21. Weil der Bundesligist sich deutlich steigerte, aggressiver dagegenhielt und Torhüterin Anna Monz stark hielt, stand nach 60 Minuten lediglich ein 30:34 auf der Anzeigetafel.

Das unter der Leitung der Schiedsrichter aus dem DHB-Perspektivkader, Sven Levermann/Christian Rietenberg (TuS Leopoldshöhe, neue Saison: SG Menden Sauerland Wölfe), stehende Testspiel endete für HSG-Linksaußen Franziska Müller vorzeitig. Sie zog sich einer schmerzhafte Verletzung an der linken Schulter zu.

Tore für die HSG Blomberg-Lippe: Rüffieux (4), Müller (4), Brøns Petersen (4/3), Klaunig (3), van Zijl (2), Pichlmeier (2), Stolle (2), Rodrigues (2), Kordovská (2/1), Schnack, Smits, van Buren, Steenbakkers und Petersen.

Final Four in Buxtehude

Am 2. und 3. Juni kämpft die weibliche A-Jugend der HSG Blomberg-Lippe beim Final Four in Buxtehude um die Deutsche Meisterschaft. Die HSG trifft im Halbfinale am Samstag, 2. Juni, um 17.30 Uhr auf Bayer Leverkussen. Um 15 Uhr treten Borussia Dortmund und Buxtehuder SV gegeneinander an. Spiel um Platz drei folgt am Sonntag, 3. Juni, um 13.30 Uhr, das Endspiel um 16 Uhr. Der Buxtehuder SV stellt den teilnehmenden Mannschaften ein Ticketkontingent zur Verfügung. Das heißt, Kartenwünsche der HSG-Fans nimmt die HSG-Geschäftsstelle bis zum 18. Mai entgegen. Alle bei der HSG bestellten Karten seien zusammenhängend im eingerichteten HSG-Fanblock, so eine Mitteilung.

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