TBV geht angeschlagen in den letzten Kampf vor der Länderspielpause

Jörg Hagemann

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Glücklich sieht anders aus: Andrej Kogut, Tim Suton und Isaias Guardiola (von links) quälen sich mit Verletzungen herum. - © Jörg Hagemann
Glücklich sieht anders aus: Andrej Kogut, Tim Suton und Isaias Guardiola (von links) quälen sich mit Verletzungen herum. (© Jörg Hagemann)

Lemgo. Für den TBV Lemgo Lippe ist es das dritte Match innerhalb von sechs Tagen. Die Eulen aus Ludwigshafen dagegen sind bereits seit neun Tagen auf ihr Gastspiel in der Phoenix-Contact-Arena fokussiert. Beide Teams schleppen sich am Samstag ab 20.30 Uhr schwer angeschlagen in die zweiwöchige Länderspielpause.

Trainer Florian Kehrmann hat nach dem Pokal-Aus in Hannover nur regenerativ trainieren lassen und verspricht: „Wir werden noch einmal alles reinpacken, obwohl wir wissen, dass uns zwei schwere Spiele in den Knochen stecken." Andrej Kogut musste in Hannover Schläge auf Knie und Knöchel einstecken. Doch gegen seinen Ex-Verein, für den er von 2010 bis 2015 spielte, wird sich der TBV-Kapitän einen Einsatz wohl kaum nehmen lassen. Christian Klimek hat aus dem Pokalspiel eine leichte Zerrung davongetragen. Zudem schleppen sich Tim Suton und Isaias Guardiola mit wenig bis gar keinem Training durch. Kehrmann: „Egal, in welcher Aufstellung wir spielen: Wir müssen an unsere Qualitäten glauben."

Über die verfügen auch die traditionell unangenehm zu spielenden Gäste aus Ludwigshafen-Friesenheim. Mit den Worten von Sky-Experte Stefan Kretzschmar liest sich das so: „Benjamin Matschke lässt einen wunderbar emotionalen Handball spielen. Teilweise ist die Härte am Rande der Legalität, aber generell ist es einfach beachtlich, was dort aus dem Kader rausgeholt wie. Die Eulen wissen, wie Abstiegskampf geht – und zelebrieren den geradezu!"

Gleichwohl ist den Pfälzern inzwischen eine komplette Rückraumreihe weggebrochen. Der Ex-Lemgoer Azat Valiullin hat sich einen Kahnbeinbruch zugezogen. Der aus Stuttgart gekommene Linkshänder Stefan Salger fällt mit einem Bänderriss im Knöchel aus und beim 27:38 gegen den SC Magdeburg erwischte es ohne Fremdeinwirkung auch noch Alexander Feld mit einem Achillessehnenabriss. Der vor zwei Jahren vom HSV gekommene Spielmacher wurde bereits am Mittwoch in der Atos-Klinik operiert. Zudem steht Jan Remmlinger seit acht Monaten mit einem Bänderriss im Handgelenk auf der Vermisstenliste.

Kehrmann warnt angesichts der vielen Ausfälle: „Die Eulen sind wie ein angeschlagener Boxer. Wir müssen höllisch aufpassen und uns auf einige Überraschungen einstellen."

Jerome Müller erfülle seinen Part auf Halbrechts „hervorragend", sagt der TBV-Trainer, der auch Mittelmann Pascal Bührer und zwei sehr präsente Kreisläufer auf dem Schirm hat. Und natürlich seinen ehemaligen Mitspieler Gunnar Dietrich. „Er ist ein Uhrwerk, das präzise läuft", sagt Kehrmann voller Respekt.

Da es gegen Friesenheim immer enge Auseinandersetzungen waren, setzt der TBV-Coach am Samstagabend auch auf ein begeisterungsfähiges Publikum: „Gerade in Phasen, wo es nicht so läuft, brauchen wir einen Impuls. Eine heiße Atmosphäre würde uns helfen."

Blombergerinnen trommeln für ihren "Winterball"

Auch Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe schnuppert sich allmählich an die Phoenix-Contact-Arena heran. Gut zwei Monate vor dem in Lemgo stattfindenden Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt werden neben Geschäftsführerin Stefanie Klaunig heute auch die Spielerinnen Kira Schnack und Laura Rüffieux sowie Maskottchen „Blombert" im Foyer anzutreffen sein und Tickets für den „Winterball" am 29. Dezember um 18 Uhr verkaufen. Sitzplatzkarten sind ab 13 Euro (10 Euro ermäßigt) erhältlich, Stehplätze kosten 10 Euro (8 Euro ermäßigt).

Für TBV-Dauerkarteninhaber besteht beim Kauf einer Karte für diese Frauenbundesligapartie bis zum 20. Oktober die Möglichkeit, den gewohnten Stammplatz in Anspruch zu nehmen. Bereits reservierte Plätze sind am HSG-Stand unter Vorlage der TBV-Dauerkarte hinterlegt.

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