Bei der Lemgoer LZ-Cup-Vorrunde setzen sich die Favoriten durch

Dietmar Welle

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Wilde Szene bei der LZ-Cup-Vorrunde mit Oerlinghauser und  Werl-Asper Spielern.
  - © Paul Cohen
Wilde Szene bei der LZ-Cup-Vorrunde mit Oerlinghauser und  Werl-Asper Spielern.   (© Paul Cohen)

Lemgo. Spannung pur herrschte in den Hallen Leopoldshöhe und Bösingfeld (am Hackemack) bei der Vorrunde um den LZ-Cup. Die Begegnungen waren stets umkämpft, allerdings die Grenzen des Erlaubten kaum einmal ernsthaft überschritten. Nachstehend ein Überblick.

Martens kritischer Blick

Leopoldshöhe: Eindeutig beherrschten der SC Bad Salzuflen und der TuS Leopoldshöhe das Geschehen am Vormittag. Da passte es, dass sich die Kontrahenten zum Abschluss mit einem 1:1 trennten und somit beide ungeschlagen in die Zwischenrunde einzogen. Das kam Salzuflens Jürgen „Mottek" Weidenhammer, seines Zeichens Ressortleiter Sport, gerade recht. „Es war schon unser Ziel, die Zwischenrunde zu schaffen. Und wir streben natürlich auch die Endrunde an. Aber auf der anderen Seite wollen wir den Mund auf gar keinen Fall zu voll nehmen und durch Leistung überzeugen. Sonst sind uns die Kritiker auf den Fersen."

Fotostrecke: LZ-Cup-Vorrunde Lemgo
Information

Diese Teams stehen in der Zwischenrunde:

SC Bad Salzuflen, TuS Leopoldshöhe, TuS Brake, Yunus Lemgo, SG Bega/Humfeld, TuS Asemissen, TSV Kirchheide, FC Donop/Voßheide, TBV Lemgo, TSV Oerlinghausen, SV Werl-Aspe, VfL Lüerdissen, TuS Ahmsen, RSV Barntrup, TuS Lipperreihe, TuS Sonneborn

Besonders gefiel die feine Technik von Christ Mabondo. Kaum weniger ansprechend war die Vorstellung von TuS Leopoldshöhe, der als Zweiter durchs Ziel ging. Gleichwohl warf TuS-Coach Christian Martens einen kritischen Blick auf das Gesehene: „Mir fehlt so ein bisschen die Übersicht bei meinen Jungs. Dafür ist die Bereitschaft ausgezeichnet und die Punkteausbeute auch. Wenn wir mit vollem Engagement zur Sache gehen, dann sind wir mit Salzuflen auf Augenhöhe."

Nachmittags war die Spannung kaum zu steigern, als im alles entscheidenden Spiel der TuS Brake mit 1:0 gegen den FC Unteres Kalletal durch Jörg Pieper die Oberhand behielt und in die Zwischenrunde einzog gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Yunus, dem Brakes Berater Docci Rottmann eine „tolle Taktik" bescheinigte.

Miron Tadic grantelt

Bösingfeld:„Wenn wir in der Zwischenrunde so spielen, dann gute Nacht." Weniger zufrieden zeigte sich Miron Tadic, Trainer des TSV Oerlinghausen, mit der Leistung seiner Crew am Vormittag: „Wir haben nur 25 Prozent gebracht und vor allem vor dem gegnerischen Tor versagt." Durch ein 1:1 gegen Bega/Humfeld sicherte sich SV Werl-Aspe Rang zwei im letzten Gruppenspiel.

Nachmittags gab es mit TuS Lipperreihe einen überzeugenden Sieger (fünf Spiele, fünf Siege). TuS-Coach Frank Fulland: „Es ist Luft nach oben. Mir fehlt ein bisschen der Spaßfaktor und die Lockerheit bei der Sache. Wenn ich sehe, wie da manche in die Zweikämpfe gehen..." André Plass, der Trainer des zweitplatzierten TSV Kirchheide:„Wir haben ohne Druck gespielt, waren unverkrampft, haben defensiv gut gestanden. Ein Sonderlob geht an unseren Keeper Johannes Diekmann, der aus der Reserve eingesprungen ist."

Gala-Vorstellungen von Lemgo und Gastgeber Barntrup

Barntrup: Mit nur einem Gegentor und 39 geschossenen Toren setzte der TBV Lemgo den Maßstab in der Vormittagsgruppe. Lediglich der FC Union Entrup schaffte es, dem Aufstiegsaspiranten der Lemgoer Kreisliga A ein Gegentor einzuschenken. Dabei hatten die Schützlinge von Trainer Matthias Wölk nicht einmal in der Halle trainiert und wollen das auch in Zukunft nicht tun.

Bei seinem Sturmlauf durch die Halle Aspe hat der Titelverteidiger auf zwei Keeper gesetzt. Roman Spieß durfte dreimal das Tor hüten, Manuel Warkentin zweimal. Mit Jan Rösener (beginnt Studium in Köln) hat sich ja ein weiterer TBV-Keeper dem TuS Ahmsen angeschlossen. Den Lemgoer Ehrgeiz erklärt Wölk so: „Wenn wir spielen, dann wollen wir auch gewinnen. Das ist von Natur aus so gegeben." Zur Zwischenrunde übergibt Wölk das Kommando an Matthias Olfert und Alex Ritter: „Ich bin in Österreich im Urlaub." Als unumstrittener Zweiter kam TuS Ahmsen weiter.

Perfekte Stimmung herrschte in der Nachmittagsgruppe, in der Lokalmatador Barntrup überzeugte. Hallensprecher Andreas Schlingmann, auch beim LZ-Cup-Finale am Mikro, musste nur zu häufig die Tormusik abspielen. Das Spiel mit Rundumbande gefiel und Barntrup erfüllte die Erwartungen mit fünf Siegen aus fünf Spielen.

Andy Köller, Sportlicher Leiter des RSV: „Zum Auftakt gegen Hörstmar/Lieme haben wir noch geschwächelt, haben uns dann aber an die Halle gewöhnt und eine sehr gute Gesamtvorstellung gegeben." Die wirkliche Standortbestimmung sei allerdings erst in der Zwischenrunde zu erwarten. „Dann entscheidet die Tagesform", so Köller, der allerdings klar sagt: „Wichtig ist, dass sich niemand verletzt. Draußen ist wichtiger."

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