Regionalliga-Spitzenreiter SV Rödinghausen verzichtet auf die 3. Liga

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Der SV Rödinghausen bleibt der Regionalliga treu. - © Symbolbild: Pixabay
Der SV Rödinghausen bleibt der Regionalliga treu. (© Symbolbild: Pixabay)

Rödinghausen (dpa/lnw) - Der SV Rödinghausen verzichtet trotz aussichtsreicher sportlicher Perspektive vorerst auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Fußball-Liga. Am Donnerstag teilte der Tabellenführer der Regionalliga West mit, dass der ostwestfälische Verein für die Saison 2020/21 keine Drittliga-Lizenz beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragen werde.

«Ich bin froh, dass wir alle gemeinsam rechtzeitig zu einer Entscheidung gekommen sind, die dem SV Rödinghausen eine nachhaltige und gesunde Zukunft sichern wird. Wir haben die Anforderungen des DFB bis ins letzte Detail geprüft, gerechnet, diskutiert und sind zum Entschluss gekommen: Wir werden die Lizenz für Liga 3 nicht beantragen. Oberflächlich betrachtet kannst du das niemandem erklären. Etwas genauer betrachtet ist das jedoch die einzig richtige Entscheidung», erklärte SVR- Geschäftsführer Alexander Müller in einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage. Bereits in der Vorsaison hatte Rödinghausen auf einen Lizenzantrag für die 3. Liga verzichtet.

Ausschlaggebend seien die Auflagen des DFB, die für die 3. Liga unter anderem eine Stadionkapazität von 10.000 Plätzen, dazu Rasenheizung und weitere Details vorsehen. «Der DFB stellt die Anforderungen für die 3. Liga bei sämtlichen Vereinen auf eine Stufe, egal, ob du jetzt in Duisburg, München oder Rödinghausen spielst. Die Heimspiele stattdessen in Bielefeld, Osnabrück oder Lotte auszutragen, ist für uns keine wirkliche Option, unsere Heimat ist hier in Rödinghausen», meinte Müller. Das Häcker Wiehenstadion, in dem der Club seine Regionalliga-Heimspiele austrägt, fasst 2489 Plätze.

Rödinghausen führt die Tabelle nach dem 24. Spieltag mit 53 Punkten an und hat sieben Zähler Vorsprung zum SC Verl (46). Der Tabellenzweite hat allerdings drei Partien weniger ausgetragen. Auf den weiteren Plätzen folgen RW Oberhausen (44 Punkte) und RW Essen (41). Der Vertreter der West-Staffel muss sich im Mai noch in zwei Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den Meister der Regionalliga Nordost behaupten.

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