1:1: Arminia startet mit Punktgewinn in Frankfurt in die Bundesliga

Benedikt Riemer

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Die Bielefelder Fabian Klos (v.l.), Amos Pieper, Cedric Brunner, Marcel Hartel, Ritsu Doan und Manuel Prietl jubeln nach dem Tor zum 1:0. - © dpa
Die Bielefelder Fabian Klos (v.l.), Amos Pieper, Cedric Brunner, Marcel Hartel, Ritsu Doan und Manuel Prietl jubeln nach dem Tor zum 1:0. (© dpa)

Frankfurt. 4.137 Tage nach dem letzten Bundesliga-Spiel hat Arminia Bielefeld ein gelungenes Comeback in der höchsten deutschen Spielklasse gefeiert. Die Ostwestfalen erarbeiteten sich vor 6.500 Zuschauern im Deutsche Bank Park gegen Eintracht Frankfurt beim 1:1 (0:0) einen Zähler. Den Führungstreffer von Arminias Cebio Soukou egalisierte Andre Silva.

Im Vergleich zur blamablen Pokalniederlage bei Rot-Weiss Essen veränderte Uwe Neuhaus sein Team auf vier Positionen. Eigengewächs Jomaine Consbruch musste seinen Platz in der Startelf zugunsten von Sergio Cordova räumen. In der defensiven Viererkette tauschte Neuhaus sogar gleich auf drei Positionen. Hinten links ersetzte Anderson Lucoqui den in Essen schwach spielenden Laursen. In der Innenverteidigung kam Mike van der Hoorn zu seinem Pflichtspieldebüt, Joakim Nilsson blieb auf der Bank. Auf der Position des Rechtsverteidigers erhielt Neuzugang Nathan de Medina zunächst den Vorzug gegenüber Cédric Brunner.

Fotostrecke: Arminias Bundesliga-Start bei Eintracht Frankfurt

Bitteres Debüt für de Medina

Das Debüt des Belgiers hätte nicht bitterer verlaufen können. Nach nicht einmal einer Viertelstunde musste der 22-Jährige den Platz verletzungsbedingt verlassen. Die Arminen kamen ordentlich in die Begegnung, ehe die Eintracht nach ungefähr zehn Minuten mehr und mehr das Kommando übernahm und sich durch einen Kopfball von Bast Dost (17.) und einen Distanzschuss von Sebastian Rode (21.) dem Tor von Stefan Ortega Moreno annäherte.

Nach 22 Minuten wurde es dann erstmals brandgefährlich im Strafraum der Gäste: Kostic flankte von der linken Seite punktgenau auf den Fuß von da Costa, der aus zehn Metern volley am langen Pfosten vorbeischoss. Wenig später kamen auch die Arminen zur ihrer ersten guten Gelegenheit: Einen Eckball von Marcel Hartel ließ Innenverteidiger Mike van der Hoorn am kurzen Pfosten einfach mal durch, und vom völlig überraschten da Costa abgefälscht, landete der Ball am Pfosten des Eintracht-Gehäuses (24.).

Frankfurter Ausrufezeichen nach der Pause

Knappe zehn Minuten später brachte sich die Arminia dann selbst in Bedrängnis: Ortega Moreno spielte Manuel Prietl zentral vor dem Sechzehner an, der allerdings von Kamada bedrängt wurde. Der Ball landete bei Dost, der sofort auf Silva durchsteckte. Der Portugiese versuchte es im Sechzehner mit der Hacke, scheiterte jedoch an Ortega, der den Ball im Nachfassen unter Kontrolle brachte und seinen Fehler ausbügelte (32.). Mit der Leistung und dem  0:0 zur Pause konnten die Arminen durchaus zufrieden sein.

Nach dem Seitenwechsel setzten wieder die Gäste nach einer ihrer insgesamt 14 Ecken das erste Ausrufezeichen: Nach einer kurzen Variante kam Barkok von rechts zur Flanke und bediente Hinteregger im Zentrum. Der Kopfballaufsetzer des Österreichers sprang von der Unterkante der Latte auf die Linie und konnte dann von Ortega aufgenommen werden (48.). Kurze Zeit später näherten sich dann auch die Arminen dem Tor von Kevin Trapp an. Neuzugang Ritsu Doan verfehlte mit einem wuchtigen Schuss aus 20 Metern das Tor nur knapp (49.).

Silva kontert Soukou

Zwei Minuten später markierte Cebio Soukou dann die überraschende Führung für die Gäste und das erste Bundesliga-Tor der Arminia seit elf Jahren. Ein langer Abschlag von Ortega Moreno landete über Klos bei Cordova. Der Venezolaner schaltete schnell und schickte Soukou, der vor Trapp cool blieb und den Ball in die lange Ecke hob. Die Freude der Arminen währte allerdings nicht lange. Knappe zehn Minuten später konnte sich Kostic auf der linken Seite gegen Brunner behaupten und brachte eine Flanke an den kurzen Pfosten. Dort war Dost vor van der Hoorn am Ball und verlängerte per Kopf in die Mitte, wo Silva aus kurzer Distanz ins lange Eck nickte. Im Anschluss schienen den Gästen allmählich die Körner auszugehen, und die Eintracht drückte auf den Siegtreffer.

Bei einer Dreifachchance stand zunächst Kamada im Abseits (78.). Einen Kopfball von Ilsanker nach einer Ecke konnte Stefan Ortega entschärfen (84.). Wenig später wäre der Schlussmann wohl machtlos gewesen, doch der Kopfball von Martin Hinteregger strich knapp am rechten vorbei (90.). So rettete der DSC das Ergebnis über die Zeit, es blieb beim 1:1 Unentschieden.

Die Arminen konnten am Ende mit dem Punkt deutlich besser Leben als die Hessen, die ihre Überlegenheit und Torgelegenheiten nicht in Zählbares ummünzten. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus erwartet am kommenden Samstag den 1. FC Köln (15.30 Uhr) zum ersten Bundesliga-Heimspiel.

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