Peter Schulz reicht der Blick in die Augen

"Fußball-Rentner" kehrt beim 3:6 gegen den MSV Duisburg auf die Trainerbank zurück

Von Sebastian Lucas

Peter Schulz, Trainer der Begatalauswahl, unterhält sich mit Oliver Reck (47) vom MSV Duisburg. - © Foto: Lucas
Peter Schulz, Trainer der Begatalauswahl, unterhält sich mit Oliver Reck (47) vom MSV Duisburg. (© Foto: Lucas)

Dörentrup-Bega. Peter Schulz (72) aus Heiden­oldendorf ist nicht mehr aktiv. Eigentlich. Beim 3:6 der Begatalauswahl gegen Fußball-Zweitligist MSV Duisburg kehrte der Trainerfuchs an die Seitenlinie zurück.

Auch ihn packte dabei das "Bundesliga-in-Bega"-Fieber. Die 17. Auflage der Serie war ein voller Erfolg. Schulz betonte: "Mit Otto Rehhagel, gegen den ich früher noch gespielt habe, möchte ich nicht verglichen werden."

"Im Dorf ist alles zugeparkt", sagte eine Besucherin eine halbe Stunde vor Spielbeginn zu Organisator "Friedo" Petig, der immer wieder herausstellt: "Ich bin nicht so wichtig, wir haben ein Klasse-Team, das Jahr für Jahr mitarbeitet." Die Worte der Besucherin sorgten für ein leichtes Grinsen im Gesicht von Petig, der 90 Minuten vor dem Anpfiff mit Sorgen gen Himmel geschaut hatte: "Schade, das Wetter können wir nicht beeinflussen. Jetzt entscheiden sich die Leute, ob sie zum Platz kommen oder nicht."

Heftiger Regen sorgte für einen matschigen Boden rund ums Feld, die Spielfläche hinterließ hingegen einen tollen Eindruck. "Der Platz sieht bestens aus", lobte auch Oliver Reck, Trainer des MSV-Duisburg. Der ehemalige Keeper des SV Werder Bremen und FC Schalke 04 gestand, dass er "noch immer" mit S04 leide: "Einmal Schalker, immer Schalker. Ich habe elf Jahre für diesen Verein gearbeitet. Deshalb nimmt mir mein blaues Herz in Duisburg auch keiner Übel."

Kollege Peter Schulz, der mit Andreas Besch und Dirk Winkler die Begatalauswahl betreute, hatte schon vor Spielbeginn ein gutes Gefühl: "Ich habe jedem Spieler ins Gesicht geschaut. Das hat gereicht, alle machen einen guten Eindruck, sind nicht ängstlich." Das zeigte speziell die Formation im ersten Abschnitt, die durch Treffer von Vadim Thomas (SV Höxter) und Lokalmatador Patrick Besch (zwei Treffer) nach 40 Minuten 3:1 führte. Drei Treffer - so viele waren dem Außenseiter in den 16 Spielen vorher noch nie gelungen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.