Rekordmann mit Medaillengarantie - Hausding fit für Olympia

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Patrick Hausding - © Foto: Tamas Kovacs/MTI/dpa
Bereit für seine letzten Olympischen Spiele: Wasserspringer Patrick Hausding. (© Foto: Tamas Kovacs/MTI/dpa)

Budapest - Der 17. Titel war selbst für den Rekordeuropameister noch etwas ganz Besonderes. «32 Jahre alt und trotzdem noch neue Dinge erreichen», sagte Wasserspringer Patrick Hausding nach seinem beeindruckenden EM-Gold mit Lars Rüdiger im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett.

«Danke für Lars, dass das geklappt hat. Wir sind sehr, sehr glücklich darüber», ergänzte Hausding und erklärte völlig happy: «Ich war noch nie Europameister im Drei-Meter-Synchron.» Tags zuvor hatte er bereits seinen Titel vom Ein-Meter-Brett erfolgreich verteidigt.

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Der Sieg mit Rüdiger in Budapest war das zweite deutsche Gold und Hausdings dritte Medaille der Titelkämpfe. Seine EM-Auftritte machen schon viel Hoffnung für die Sommerspiele in zwei Monaten. Nach Silber 2008 im Synchronspringen vom Turm mit Sascha Klein und Bronze 2016 im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett würde er in Tokio seine olympische Karriere liebend gerne mit einer weiteren Medaille beenden.

«Wir waren in der letzten Saison noch so ein bisschen die Underdogs und jetzt haben wir uns nicht nur beim Weltcup, sondern auch hier bei der EM super vorgestellt und gezeigt, dass wir Medaillenkandidaten auch für Olympia sind», sagte Hausding zur Flugshow mit Rüdiger.

«Das werden meine letzten Olympischen Spiele sein», bestätigte Hausding auch in Ungarn den Karriereplan. «Olympia ist ein Riesen-Meilenstein.» Ob es noch mal eine EM- oder WM-Teilnahme für ihn gibt, lässt der Berliner offen. «Wir werden sehen, wie Olympia läuft», sagte Hausding. «Da treffe ich keine finalen Aussagen.»

Erst einmal gilt es sowieso, in Ungarn die imposante EM-Ausbeute noch weiter zu verbessern. Und das nach einer mehr als einjährigen Wettkampfpause, die erst vor wenigen Tagen beim Weltcup in Tokio endete. Um so wichtiger ist nun eine Vielzahl von EM-Starts für den Olympia-Countdown. «Wenn man über ein Jahr keine Wettkämpfe hatte, nutzt man jede Disziplin und jeden Wettkampf», sagte Hausding.

Bundestrainer Lutz Buschkow bezeichnete seinen Athletensprecher schon wiederholt als «Sechser im Lotto» und beschrieb dessen Fähigkeiten vor Jahren einmal besonders prägnant. Er verglich Hausding mit einer «Katze, die man aus dem Fenster wirft. Die sind nie orientierungslos und landen immer auf den Füßen. Selbst wenn er mal einen Absprung nicht richtig trifft, kommt er immer noch gut ins Wasser.»

Und erfolgreich. Umso schwieriger wird es sein, wenn das Team irgendwann ohne ihn auskommen muss. «Es sagen schon welche, bis zu den nächsten Olympischen Spielen sind es nur noch drei und nicht vier Jahre», sagte Hausding. «Aber ich bin an einem Punkt angekommen, an dem es langsam reicht, sich nochmal auf Olympia vorzubereiten.»

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