1:2 - Arminia Bielefeld unterliegt Bayer Leverkusen

Philipp Kreutzer und Benedikt Riemer

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Arminias Cedric Brunner geht in die Knie, während die Leverkusener ihren 2:1-Siegtreffer bejubeln. - © POOL VIA REUTERS
Arminias Cedric Brunner geht in die Knie, während die Leverkusener ihren 2:1-Siegtreffer bejubeln. (© POOL VIA REUTERS)

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat die sechste Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Trotz deutlich verbesserter Leistung unterlag der Bundesliga-Aufsteiger am Samstag zu Hause gegen Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:1). Nach dem 0:1 durch Leon Bailey bescherte Bayer-Torwart Lukas Hradecky den Arminen mit einem Eigentor den Ausgleich. Kurz vor Schluss traf Aleksandar Dragovic zum Sieg für die Gäste.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus setzte anders als im Heimspiel zuvor gegen Borussia Dortmund (0:2) auf eine Vierer- statt auf eine Fünfer-Abwehrkette. Nils Seufert als zweiter "Achter" im Mittelfeld neben Marcel Hartel und Reinhold Yabo auf Linksaußen kamen zu ihren Startelf-Debüts in der Bundesliga, die dritte Veränderung in der Anfangsformation im Vergleich zum 0:5 bei Union Berlin nahm Neuhaus auf der Linksverteidigerposition vor. Dort erhielt der Ex-Leverkusener Anderson Lucoqui den Vorzug vor Jacob Laursen.

Die Körpersprache stimmt

Arminia machte gegenüber der Pleite in Berlin einen klar stärkeren Eindruck, Körpersprache und Engagement stimmten. Und die Bielefelder schafften es zunächst, die Räume in der eigenen Hälfte eng zu halten und die Gäste somit in Zweikämpfe zu zwingen.

Die Leverkusener kamen dennoch zu Torabschlüssen. So etwa Moussa Diaby, der in der 15. Minute aber an Stefan Ortega Moreno im DSC-Tor scheiterte. In der 27. Minute war Arminias Schlussmann aber machtlos: Nach einem Doppelpass zwischen Leon Bailey und Florian Wirtz ließ Bailey DSC-Verteidiger Lucoqui stehen und Ortega Moreno aus kurzer Distanz keine Chance - 0:1.

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Die Bielefelder wählten im eigenen Ballbesitz häufig den langen Ball, befreiten sich aber das eine oder andere Mal auch sehenswert auf spielerische Weise - wenn auch ohne wirklich gefährlich zu werden. Dafür fehlte es einfach am erforderlichen Tempo in den Aktionen.

Nur drei Minuten nach dem 0:1 reklamierten die Bielefelder Strafstoß, nachdem Ritsu Doan im 16-Meter-Raum nach einem Kontakt mit Leverkusens Daley Sinkgraven zu Fall gekommen war. Doch Schiedsrichter Brych ließ weiterspielen und verzichtete zur Irritation aller Arminen auf eine Video-Überprüfung. Die hätte er besser mal vorgenommen: Ein Strafstoß wäre vertretbar gewesen.

Ein Tor ohne einen einzigen Torschuss

Zur zweiten Halbzeit ersetzte bei Bayer Mitchell Weiser den verletzten Lars Bender, nur Sekunden nach Wiederanpfiff musste dessen Zwillingsbruder Sven an der Seitenlinie behandelt werden. Der nächste Rückschlag für die kurzfristig in Unterzahl agierenden Gäste folgte sogleich in Form des überraschenden Ausgleichs für Arminia. Dieser kam auf äußerst kuriose Weise zustande: Nach einem Rückpass von Sinkgraven auf seinen Torhüter erwischte Lukas Hradecky den Ball nicht richtig und beförderte ihn ins eigene Tor - 1:1. Ohne einen einzigen Torschuss abgegeben zu haben, stand ein Treffer für Arminia auf der Anzeigetafel: eine wirklich außergewöhnliche Statistik.

Neuhaus wechselte für Mittelstürmer Fabian Klos, der einen üblen und erstaunlicherweise nicht mit einer Gelben Karte bedachten Tritt von Jonathan Tah hatte hinnehmen müssen, Sven Schipplock ein. Später kamen auch Lukas Kunze für den fleißigen Nils Seufert und Cebio Soukou für den unauffälligen Reinhold Yabo ins Spiel.

Die zunehmend müder wirkende Werkself drehte nach einigen Wechseln in der Schlussphase noch einmal auf. Erst verpassten Schick und Baumgartlinger eine scharfe Hereingabe von Demirbay. Dann parierte Ortega Moreno einen Weiser-Schuss, doch den Abpraller verwertete Dragovic - 1:2 (88.). Kurz darauf war Schluss und Arminias sechste Niederlage in Folge perfekt.

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