Arminia kommt gegen Eintracht Frankfurt unter die Räder

Kevin Bublitz und Philipp Kreutzer

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Joakim Nilsson (Mitte) unterläuft ein Eigentor zum 1:4. - © imago images/Ulrich Hufnagel
Joakim Nilsson (Mitte) unterläuft ein Eigentor zum 1:4. (© imago images/Ulrich Hufnagel)

Bielefeld. In den drei Partien zuvor hatte Arminia Bielefeld kein einziges Gegentor kassiert, im Heimspiel am Samstagnachmittag gegen Eintracht Frankfurt musste der Bundesliga-Aufsteiger dann aber gleich drei Treffer binnen acht Minuten hinnehmen. Am Ende stand für den DSC eine 1:5 (1:3)-Pleite. Es war die bisher höchste Heimniederlage in dieser Saison und eine verdiente, weil die Frankfurter ihre starke Form bestätigten und die klar bessere Mannschaft waren.

Arminia wirkte am Ende der Englischen Woche müde und konnte sich nur selten offensiv in Szene setzen. Die Eintracht kontrollierte trotz des tiefen und zum Teil unebenen Geläufs in der Schüco-Arena Ball und Gegner und nutzte die meisten der sich bietenden Torchancen eiskalt aus. So endete nach 327 Minuten die gegentorlose Phase der zuletzt so defensivstarken Bielefelder: Nachdem die Bielefelder den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatten, gab Filip Kostic die Kugel scharf herein. Arminas Innenverteidiger Joakim Nilsson schoss seinen Nebenmann Amos Pieper an, den Abpraller verwertete Andre Silva in der 25. Minute aus kurzer Distanz zur Frankfurter 1:0-Führung.

Das war eine äußerst unglückliche Szene des DSC, und der nächste Rückschlag folgte nur 114 Sekunden später: Nach einer kurz ausgeführten Ecke der Eintracht zog Kostic einfach mal ab und überraschte Stefan Ortega Moreno im Bielefelder Tor aus rund 25 Metern Entfernung – 0:2. Als die Gäste kurz darauf sogar ihren dritten Treffer erzielten, war endgültig klar, dass dies nicht der Nachmittag des DSC werden würde. Nach einer abgefälschten Hereingabe von Erik Durm legte Kostic für Silva auf, und der Stürmer vollendete volley aus zehn Metern zum 0:3 (33.).

Arminia steckte aber nicht auf und kam noch vor der Pause mit der ersten richtigen Torchance zum 1:3. Nach einer präzisen Flanke des rechten Verteidigers Cédric Brunner köpfte Sergio Cordova sehenswert aus rund zwölf Metern und unhaltbar für Eintracht-Keeper Kevin Trapp ein (36.). Es war der erste Bundesliga-Treffer des vom FC Augsburg ausgeliehenen Stürmers für die Bielefelder.

Sportchef Samir Arabi („Man sieht, dass Frankfurt nach vorn extreme Qualität hat") wünschte sich in der Pause einen frühen Anschlusstreffer, um so eventuell doch noch in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen. Es kam anders: Nach einem erneuten schnellen Umschalten der Gäste fälschte Nilsson eine scharfe Hereingabe von Kostic ins eigene Tor ab – 1:4 (51.).

Mit der Einwechslung von Mittelfeldspieler Nils Seufert für Angreifer Cordova stellte Arminia-Trainer Uwe Neuhaus vom 4:4:2-System auf ein 4:3:3 um. An der Unterlegenheit der Gastgeber änderte das aber nichts, auch wenn der ganz große Druck der Frankfurter inzwischen nachgelassen hatte.

Einer wollte aber trotz der hohen Führung der Eintracht trotzdem unbedingt noch treffen: Luka Jovic, im Winter von Real Madrid zurückgeholt, erzielte kurz nach seiner Einwechslung und präziser Vorarbeit von Daichi Kamada das 5:1 (75.). Die Bielefelder sehnten nun nur noch den Abpfiff herbei, sie hatten längst erkannt: Ihre Punkte müssen sie gegen andere Gegner holen.

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