SG Bad Salzuflen verstärkt sich mit Jette Polenz und Ramona Rußkamp

Der Verein sucht noch eine Rückraumspielerin, doch das gestaltet sich schwierig

Oliver König

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Spinning statt Handball: Die neuen Salzufler Spielerinnen Ramona Rußkamp (links, auf dem Rad) und Jette Polenz mit Studioleiter Andreas Tumat („Medio Fitness"), dem neuen Trainer Steffen Thiede und der Teammanagerin Christina Tornau (von links). - © Oliver König
Spinning statt Handball: Die neuen Salzufler Spielerinnen Ramona Rußkamp (links, auf dem Rad) und Jette Polenz mit Studioleiter Andreas Tumat („Medio Fitness"), dem neuen Trainer Steffen Thiede und der Teammanagerin Christina Tornau (von links). (© Oliver König)

Bad Salzuflen. „Wir müssen zusammenrücken." Das ist das von Teammanagerin Christina Tornau ausgegebene Motto des Frauenhandball-Drittligisten SG Bad Salzuflen für die am 18. September beginnende Saison. Denn aufgrund eines kleinen Kaders stehen die Lipperinnen vor einer schwierigen Aufgabe.

Der Trainer: Der 30-jährige Student trainierte zuletzt Drittliga-Absteiger Union Halle und löst Mike Bezdicek ab. Der in Bielefeld-Ummeln wohnende B-Lizenz-Inhaber steht auf Angriffshandball. Daher warnt er seine Schützlinge schon mal: „Ab August werden wir in der Vorbereitung noch eine Schippe drauflegen." So bittet er vom 12. bis 14. August ins Trainingslager nach Münster. Zurzeit bereitet sich das Team unter anderem bei „Medio Fitness" vor.

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Der Start

Erst am Sonntag, 18. September, geht es für die SG Handball Bad Salzuflen in der 3. Frauenhandball-Liga los. Zum Auftakt genießen die Lipperinnen Heimrecht und erwarten Aufsteiger SC Makranstädt in der Halle Aspe. Am 24. September steht die erste Auswärtsfahrt zum MTV Altlandsberg an, ehe am 2. Oktober der SV Germania Fritzlar in Aspe gastiert.

Die neuen Spielerinnen: Jette Polenz kommt vom Oberligisten TV Verl. Die in Herford wohnende 25-Jährige ist auf der Rechtsaußen-Position zu Hause. Nach einer Handballpause steigt Ramona Rußkamp wieder ein, zuletzt spielte die Linksaußen ebenfalls in Verl. Die 28-Jährige wohnt in Leopoldshöhe.



Die Abgänge: Lisa Huch verließ die SG mit unbekanntem Ziel. Besonders schmerzen die kurzfristigen Abmeldungen von Torschützenkönigin Kathrin Hill und Stephanie Sauer, die es zum Nord-Drittligisten HSV Minden-Nord gezogen hat. Für längere Zeit steht Kateryna Lippert nicht zur Verfügung, die Mutterfreuden entgegen sieht.

Die Situation: Dem Trainer Steffen Thiede stehen zehn Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen zur Verfügung. „Die Suche nach einer Shooterin im Rückraum läuft. Wir rühren in allen Pötten, doch es ist gar nicht so einfach", sagt Christina Tornau. Für sie stellt sich das Problem, dass etliche Spielerinnen heutzutage nicht mehr den Aufwand für die 3. Liga betreiben wollen. Der Coach selbst bleibt optimistisch und stellt sich den Herausforderungen. Thiede: „Sicher, es sollten nicht weniger Spielerinnen werden. Wir werden viel arbeiten." Christina Tornau lobt die Stimmung im Team („So gut wie nie.") und die „hervorragende Arbeit", die Steffen Thiede schon in den ersten Wochen geleistet habe.

Die Liga: Der Trainer warnt vor einer „extrem schweren Klasse". Zweitliga-Absteiger Kirchhof blase zum Angriff, außerdem wisse man nie, was sich im Berlin-Brandenburger-Raum tue. Zwölf Mannschaften umfasst die Ost-Staffel. Einer steigt auf, drei ab. 7.900 Kilometer werden die Salzuflerinnen in der kommenden Saison für Auswärtsspiele unterwegs sein. Diskussionen hat es laut Christina Tornau auf dem Staffeltag in Kassel rund um die Einteilung und den Spielplan gegeben. Nicht nur die Bayreuther Mannschaftsverantwortliche habe kritisiert, dass man zwei Spieltage hintereinander und danach vier Wochen Pause habe.

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