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HSG Blomberg verlängert Verträge mit vier Stammspielerinnen

Dietmar Welle

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Gisa Klaunig (von links), Kathrin Pichlmeier, André Fuhr, HSG-Geschäftsführer Torsten Pfennig, Laura Rüffieux und Melanie Veith. - © Foto: Welle
Gisa Klaunig (von links), Kathrin Pichlmeier, André Fuhr, HSG-Geschäftsführer Torsten Pfennig, Laura Rüffieux und Melanie Veith. (© Foto: Welle)

Blomberg. Gute Nachrichten gibt es kurz vor Weihnachten vom Frauenhandball-Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe. Die Rückraumspielerinnen Gisa Klaunig (24) und Kathrin Pichlmeier (20), Kreisläuferin Laura Rüffieux (21) und Torfrau Melanie Veith (24) haben ihre laufenden Verträge verlängert. Klaunig, Pichlmeier und Veith für zwei, Rüffieux für ein Jahr.

„Diese Entscheidungen waren uns sehr, sehr wichtig", kommentierte Trainer und Sportdirektor André Fuhr, wohl wissend, dass über das sportliche Schicksal der Mannschaft noch lange nicht entschieden ist: „Wir wissen ja nicht, wo die Reise hingeht. Es ist keine einfache Situation, aber niemand bei uns hat Zweifel, dass wir auch im nächsten Jahr in Liga eins spielen." Aber was zählt, ist die familiäre Atmosphäre.

Das genannte Quartett bildet zusammen mit Anna Monz, Gordana Mitrovic, Alicia Stolle, Szimonetta Gera und Patricia Rodrigues sowie Franziska Müller die Basis für das kommende Jahr. Ob und wie die auslaufenden Kontrakte mit Kaja Ziegenbein, Denise Großheim, Larissa Petersen, Samara da Silva und Adriana Cardoso verlängert werden, hängt von den Umständen ab. Fuhr: „Da gibt die unterschiedlichsten Umstände wie Berufliches, Privates. Aber natürlich kann auch eine Entscheidung von der jeweiligen Leistung abhängig sein."

Die Gespräche laufen derzeit, Abschlüsse stehen allerdings noch aus. „Wir wollen an verschiedenen Schrauben drehen", so Fuhr. An einer Schraube haben die Blomberger schon gedreht: Der Vertrag mit Katarina Pavlovic wurde jetzt aufgelöst. Der Wunsch kam von der Linkshänderin selbst, die eigentlich im Lipperland nie richtig Fuß fasste und deren Spiel – vielleicht nicht zuletzt aus diesem Grund – einigen Schwankungen unterlegen war. Die HSG nahm das Pavlovicsche Angebot an – und die Kroatin kehrte zurück in ihre Heimat.

Auf der Suche nach einer Verstärkung auf der Mittelposition sind die HSG-Führungskräfte noch nicht fündig geworden. Mitrovic fällt in den kommenden Wochen gegen Dortmund, Bietigheim und Bad Wildungen (7. Januar) noch aus. Fuhr: „Wir haben uns zig Videos angeschaut und haben in den vergangenen vier, fünf Wochen schon Tests gemacht."

Doch so einfach sei das Geschäft nicht, dass sich eine Regisseurin aus dem Hut zaubern ließe. Zum einen muss die Bereitschaft der Spielerin da sein, dann müsse als Verständigungssprache deutsch oder englisch gesprochen und verstanden werden. Und ins Gehaltsgefüge müsse sie auch passen. „Wenn jemand 6000 Euro als Gehalt im Auge hat, dann wird das bei uns nichts", so Fuhr.
Geht der Wunsch nach einer Verstärkung noch vor Weihnachten auf? Fuhr salomonisch: „Ich kenne die Arbeitsweise des Christkinds nicht..."

Kommentar: "Im Südosten passt es"

von Dietmar Welle

Ohne in vorweihnachtliche Euphorie zu verfallen: Dass die HSG Blomberg-Lippe vor dem Fest gleich vier Vertragsverlängerungen mit Stammspielerinnen bekannt geben kann, ist aller Ehren wert. Es scheint zu passen im Südosten. Den Standortnachteil macht die HSG mit großem Engagement wett. Das mannschaftliche Gerippe für die nahe Zukunft steht. Das Familiäre genießt neben dem Sportlichen einen hohen Stellenwert. Und das ist für viele ein wichtiger Faktor, den es so in vielen anderen Klubs nicht gibt.

Bei sechs weiteren Spielerinnen aus dem aktuellen Kader folgen Gespräche, wie es weitergeht. Nicht jede bisherige HSG-Aktive darf damit rechnen, bei gleichbleibenden Leistungen einen Nachschlag zu bekommen. Finanziell machen die HSG-Offiziellen keine Experimente. Fantasiegehälter werden an der Ulmenallee nicht gezahlt. Aber das, was abgesprochen wurde, findet sich am Monatsanfang pünktlich auf dem Konto. Auch das spricht sich in der Szene herum.

Information

Darum bleiben die Spielerinnen in Blomberg

Gisa Klaunig: „Ich bin ja jetzt schon vier Jahre bei der HSG Blomberg-Lippe und fühle mich hier wie zu Hause. Neben dem Handball läuft mein Pädagogik-Studium in Paderborn weiter."

Kathrin Pichlmeier: „Ich fühle mich sehr wohl mit der Mannschaft und studiere auch weiter an der Fachhochschule in Lemgo. Ich hoffe, mich in der Bundesliga etablieren zu können und will den Entwicklungsschritt mit dem Verein machen."

Laura Rüffieux: „Ich identifiziere mich voll mit dem Verein. Studium und Handball passen. Weil ich nicht weiß, wie es nach der Ausbildung weiter geht, habe ich für ein Jahr unterschrieben."

Melanie Veith: „Ich spiele professionellen Handball in einem familiär geführten Klub. In Lemgo habe ich im September mit einem Lebensmitteltechnologie-Studium begonnen."

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