FuL-Kreis Detmold: Augustdorf findet noch den Dreh - Vorjahresfinalist Horn ist raus

Sebastian Lucas

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Kampf um den Ball: Augustdorfs Alexander Eck (links) gegen Julian Brune von TuRa Heiden. - © Egon Penner
Kampf um den Ball: Augustdorfs Alexander Eck (links) gegen Julian Brune von TuRa Heiden. (© Egon Penner)

Detmold. Was für eine Spannung, was für eine Dramatik: Die Zwischenrunde der Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften um den LZ-Cup bot in der Detmolder DBB-Halle wieder beste Unterhaltung. Mit dem TSV Horn schied der Finalist 2019 denkbar knapp aus.

Der FC Augustdorf, Champion 2018, löste das Finalrundenticket nach dem zweiten Endspiel. „Diesen Weg musst du gehen, wenn du nach Lemgo willst", so Trainer Alexander Rau. Riesig war die Freude bei B-Ligist TuS Eichholz-R., dessen Anhänger schon vor dem letzten Spiel „Finale, oho" rufen durften – und es auch taten.

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Gruppe 1: Hiddesen-H. scheitert in der "Todesgruppe"

Nicht nur auf dem Papier war diese Zusammensetzung die stärkste mit den Bezirksligisten Post-TSV Detmold und SG Hiddesen-H’dorf sowie dem TSV Horn und TuS Horn-Bad Meinberg. Obwohl "HiHei" sich ordentlich präsentierte, war für das Team um Christoph Rüschenpöhler nach zwei Partien alles aus. Zeitstrafen gegen Michael Thissen gegen TSV Horn und Post-TSV Detmold waren entscheidend und warfen das hoch veranlagte, aber doch zu unerfahrene Team zurück.

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Die Postler steigerten sich von Spiel zu Spiel und bezwangen auch im letzten Spiel TSV Horn klar nach Treffern von Tobias Gatzke, Johann Felker, Anton Günter und Jan Hilbrink mit 4:0. Trainer Ralf Brokmann: „Wir kommen immer besser in Fahrt, spielten schon beim Türkgücü-Turnier sehr gut." Für den TSV Horn blieb Platz zwei. Mit Rang vier musste sich der TuS Horn-Bad Meinberg begnügen.

Gruppe 2: Remis im Spitzenspiel reicht Lügde

FC Augustdorf und TuS WE Lügde ermittelten im letzten Gruppenspiel Platz eins und zwei, nachdem sie jeweils die ersten beiden Spiele gewonnen hatten. TuS WE reichte das 0:0 wegen der mehr geschossener Tore. Trainer Andreas Hoffmann jubelte, sein Team feierte lautstark in der Kabine.

Der TuS-WE-Coach: „Es lief nicht so flüssig wie in der Vorrunde, aber gegen Augustdorf agierten wir sehr abgeklärt, wussten ja, dass ein 0:0 reicht. Im vergangenen Jahr verpassten wir denkbar knapp die Endrunde gegen Augustdorf, diesmal lief es anders herum. Natürlich haben wir richtig Bock auf Lemgo." Einen guten Eindruck hinterließ TuRa Heiden mit dem fliegenden Torwart Christian Böckhaus, das sich immerhin Rang drei in der Gruppe sicherte.

Gruppe 3: Fusionsklub wird hohen Erwartungen gerecht

„So eine Gruppe ist auf jeden Fall ein Nachteil, weil die Fallhöhe viel höher ist. Jeder erwartete von uns den ersten Platz, die Gegner kamen alle aus der Rolle des Underdogs." Das meinte Matthias Kuhlmann, Obmann der SF Berlebeck-H’kirchen, nachdem der Fusionsklub mit zwei Siegen und einem Remis das Finalticket gelöst hatte.

Kuhlmann vertrat Trainer Jan Schaper (Urlaub) auf der Bank und fand: „Wir haben es gut gelöst." Johann Sinner mit seinem Treffer zum 1:1 und ein gut aufgelegter Jan Härtel sicherten den entscheidenden Punkt gegen SuS Lage. Der B-Ligist sprang damit auf Rang zwei vor SG Belle-Cappel-Reelkirchen (Kuhlmann: „Wahnsinn, was die gelaufen sind.") und BSV Müssen.

Gruppe 4: Emsige Eichholzer belohnen sich

Erstmals seit 2008 steht der TuS Eichholz-R. wieder in der Endrunde. Überrascht war Trainer Tim Hosch nicht: „Seit November trainierten wir in der Halle, vor allem im taktischen Bereich." Da der SV Diestelbruch-M. vier Sekunden vor Schluss das 3:3 gegen SuS Pivitsheide markierte, bekam SVE Jerxen-Orbke die Chance auf Platz zwei und nutzte sie mit einem 2:0 gegen Eichholz-R., das schon als Gruppenerster feststand.

Entscheidungsspiele: Das Aus für Horn - Jerxen zeigt mentale Stärke

Der FC Augustdorf musste zweimal hintereinander ran, bezwang TSV Horn ganz knapp mit 3:2 durch Tore von Patrick Ehrenberg, Peter Neufeld und Joel Weber. Trainer Alexander Rau: „Wir können mehr, brachten unsere Leistung nicht auf den Punkt. Aber das ist jetzt egal: Wir fahren nach Lemgo." In der letzten Partie des Tages machten Paul Klundt und Fynn Peters für SVE Jerxen-Orbke alles klar – 2:1 gegen SuS Lage. Trainer Marco Schlobinski: „Über die spielerische Vorstellung meines Teams möchte ich den Mantel des Schweigens legen. Aber die Truppe zeigte Mentalität."

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