LZ-Cup: "Das war Dramatik pur, ein Wechselbad der Gefühle"

Sebastian Lucas

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Trio auf der LZ-Treppe: (von links) Tim Smithen von den SF Berlebeck-Heiligenkirchen, Tim Dachrodt (TuS WE Lügde) und Marco Jöstingmeier-Polvora (SVE Jerxen-Orbke). - © Paul Cohen
Trio auf der LZ-Treppe: (von links) Tim Smithen von den SF Berlebeck-Heiligenkirchen, Tim Dachrodt (TuS WE Lügde) und Marco Jöstingmeier-Polvora (SVE Jerxen-Orbke). (© Paul Cohen)

Detmold. In der Rolle der Herausforderer sieht die Sportredaktion für die LZ-Cup-Finalrunde am Sonntag, 12. Januar, in der Phoenix-Contact-Arena die SF Berlebeck-Heiligenkirchen, TuS WE Lügde und SVE Jerxen-Orbke. Das Trio mischt in der A-Liga Detmold in den Top-5 mit, für Furore sorgten die Klubs bei den bisher fünf Endrunden der Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften in Lemgo noch nicht.

Smithen liebt das Turnier von Kopf bis Fuß

„Die Einstufung passt", sagt Tim Smithen, LZ-Cup-Beauftragter der SF Berlebeck-H. Der 30-jährige Abwehrmann kam gerne zur Vorrunden- und Endrunden-Auslosung ins Haus der Giesdorf Mediengruppe und folgte auch der Einladung zum „Talk der Finalisten". Smithen liebt und lebt das Turnier von Kopf bis Fuß: „Nach der Endrunde freue ich mich immer schon wieder auf die nächste Vorrunden-Auslosung." Mit dem Post-TSV Detmold, für den er bis zum Sommer spielte, gewann er 2015, 2016 und 2017 in der Lipperlandhalle den Pokal.

Ausgerechnet bei der Endrunden-Premiere in der rund 4000 Besucher fassenden Arena nahm er den Cup als Kapitän entgegen: „Ein unbeschreibliches Gefühl." Vorausgegangen war eine „Geschichte, wie sie sich ein Filmregisseur nicht besser hätte ausdenken können. Das war Dramatik pur, ein Wechselbad der Gefühle." Auch vor seinem fünften Auftritt im Handball-Tempel spürt Smithen „genauso ein Kribbeln wie in den vergangenen Jahren".

"Früher ging es ruppiger zu"

Genauso groß ist die Vorfreude auf Sonntag bei Lügdes stellvertretendem Spielführer Tim Dachrodt (25): „Vor zwei Jahren qualifizierte sich TuS WE zum ersten Mal für eine LZ-Cup-Endrunde. Ich erinnere mich an enge Spiele mit hoher Qualität vor einer geilen Kulisse." Der draußen als defensiver Mittelfeldmann kickende Personalreferent entdeckte die Liebe zum Hallenfußball erst in den vergangenen Jahren: „Mit dem Futsal-Ball sehen die Zuschauer technisch besseren Fußball, früher ging es ruppiger zu."

Marco Jöstingmeier-Polvora widerspricht

Diese Meinung teilt Marco Jöstingmeier-Polvora vom SVE Jerxen-Orbke überhaupt nicht: „Die Futsal-light-Regeln gefallen mir nicht." An den LZ-Cup-Triumph mit dem SVE 2011 in der Halle – noch unter der Regie von Trainer Ralf Brokmann – kann sich Jöstingmeier-Polvora bestens erinnern: „Wir hatten eine überragende Truppe, der Finalgegner RSV Barntrup auch. Die Atmosphäre begeisterte mich. Es war ein Herzschlagfinale."

Die Entscheidung fiel nach Neunmeterschießen. „In Lemgo ist die Kulisse viel größer, das motiviert uns extrem", sagt Jöstingmeier-Polvora, der die Spiele jedoch aus dem Fanblock der Jerxer verfolgen werde: „Ich hatte schwere Verletzungen, erst einen Mittelfußbruch, dann einen Bänderriss und fiel dann lange aus. Das möchte ich in diesem Jahr nicht riskieren, da es draußen spannend zugeht. Wir stecken mitten im Titelkampf der A-Liga." In einem Jerxen-Trainingsanzug werde er das Team anfeuern: „Wir müssen uns im Vergleich zur Zwischenrunde steigern. Aber mit etwas Glück und dem nötigen Selbstvertrauen ist etwas möglich." Dachrodt freut sich auf „ein Erlebnis. In den Genuss, vor fast 4000 Zuschauern zu kicken, kommen die wenigsten. Und ich bin mir sicher: Unsere Fans werden sich eine Choreografie ausdenken."

 


Persönlich

Tim Smithen (30) wechselte im Sommer vom Post-TSV Detmold zu den SF Berlebeck-Heiligenkirchen. Für den Innenverteidiger war es sein erster Vereinswechsel überhaupt. Der Industriekaufmann bei Wortmann sieht am Sonntag seinen Ex-Klub sowie RSV Barntrup und TBV Lemgo in der Favoritenrolle. Außenseiter sind für ihn TuS Eichholz-Remmighausen und TuS Ahmsen.

Tim Dachrodt ist 25 Jahre alt und spielt beim A-Ligisten TuS WE Lügde im defensiven Mittelfeld. Der Personalreferent traut Post, Barntrup und FC Augustdorf in Lemgo am meisten zu. Dahinter sieht er „im erweiterten Favoritenkreis" TBV Lemgo, TuS Lipperreihe, SVE Jerxen-Orbke, SF Berlebeck-H. und auch seinen TuS WE.

Marco Jöstingmeier-Polvora (30) kehrte im Sommer zu seinem Herzensverein SVE Jerxen-Orbke zurück. Für den A-Liga-Tabellenführer kommt er im Mittelfeld (zentral oder rechts) zum Einsatz. Der Soldat nennt als Topfavoriten Post, Augustdorf und TBV.

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