Arbeitssieg: Paderborn schlägt den FC St. Pauli mit 2:0

Frank Beineke und Kevin Bublitz

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Dennis Srbeny verwandelt nach seinem verschossenen Elfmeter zur 1:0-Führung für den SCP. - © Besim Mazhiqi
Dennis Srbeny verwandelt nach seinem verschossenen Elfmeter zur 1:0-Führung für den SCP. (© Besim Mazhiqi)

Paderborn. Der Höhenflug des SC Paderborn geht weiter. Mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den FC St. Pauli holte der Erstliga-Absteiger am Samstag den dritten Dreier in Folge, um gleichzeitig zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben. Dennis Srbeny (39.) und Chris Führich (56.) trafen in einem sehenswerten Zweitligaspiel für die Hausherren, die gegen starke Gäste eine Menge Arbeit verrichten mussten.

SCP-Coach Steffen Baumgart hatte wie angekündigt jene elf Spieler aufgeboten, die zuletzt beim 4:0-Sieg in Darmstadt geglänzt hatten. Pauli-Trainer Timo Schultz nahm dagegen im Vergleich zur 0:3-Heimpleite gegen den KSC vier Startelf-Änderungen vor, um zugleich von einer Dreier- auf eine Vierer-Abwehrkette umzustellen.

Und die Gäste aus Hamburg machten ihre Sache in der ersten Hälfte ausgesprochen gut. Der SCP hatte in der leeren Benteler-Arena zwar deutlich mehr Ballbesitz und gegen zunächst ziemlich zurückhaltende Paulianer die Spielkontrolle. Doch die Hamburger machten geschickt die Räume eng und sollten von Minute zu Minute forscher werden. Vor allem über ihre starke rechte Seite stießen die Gäste immer wieder gefährlich nach vorne, um die SCP-Abwehr mit scharfen Hereingaben vor Probleme zu stellen. Eine davon hätte in der zwölften Minute fast zum 0:1 geführt, als Maximilian Dittgen nach einer Flanke von Kevin Lankford zum Kopfball kam.

Zingerle pariert gegen Zalazar

Auf der Gegenseite hätte es in Minute 16 im Kasten der Paulianer klingeln können. Christopher Antwi-Adjei war mit einem beherzten Antritt in den Strafraum vorgedrungen, doch seine flache Hereingabe fand keinen Abnehmer. Dann nahm Teamkollege Svante Ingelsson beim Versuch der Ballannahme im eigenen Strafraum den Arm zu Hilfe. Und Schiedsrichter Christian Dingert entschied nach Sichtung der Videobilder völlig zurecht auf Elfmeter. Rodrigo Zalazar trat an, scheiterte aber am glänzend reagierenden SCP-Keeper Leopold Zingerle (21.).

Pauli blieb brandgefährlich. So mussten Uwe Hünemeier (27.) und Sebastian Schonlau (29.) jeweils in höchster Not klären. Der SCP wirkte ein wenig angeknockt, fand dann aber ins Spiel zurück. So donnerte Julian Justvan in Minute 36 das Leder an den rechten Pfosten, ehe Schiedsrichter Dingert zwei Minuten später erneut auf den Punkt zeigte. Diesmal aber gab es Strafstoß für die Hausherren. Fehlschütze Zalazar hatte Ingelsson zu Fall gebracht.

Dennis Srbeny schoss den Elfmeter und scheiterte ebenfalls an Pauli-Torhüter Robin Himmelmann. Doch den Abpraller drückte der SCP-Stürmer zum etwas schmeichelhaften 1:0 (39.) über die Linie. Das war in einem äußerst unterhaltsamen und gutklassigen Spiel zugleich der Halbzeitstand.

SCP mit dem längeren Atem

Dieses hohe Niveau konnte nach der Pause nur eine Mannschaft halten: Der SC Paderborn. Die Hausherren waren nun das bessere Team und sollten sich den Heimsieg redlich verdienen. Schon vier Minuten nach Wiederanpfiff hatte Chris Führich das 2:0 auf dem Fuß. Dann scheiterte Srbeny nach einem feinen Pass von Julian Justvan mit einem Schuss aus der Drehung am Pfosten (54.). Zwei Minuten später stand es dann 2:0. Und dieser Treffer war das Resultat eines perfekten Pressings. Christopher Antwi-Adjei eroberte auf der linken Außenbahn den Ball, der bei Srbeny landete. Der Torschütze zum 1:0 steckte auf Führich, der aus 16 Metern sein viertes Saisontor erzielte (56.).

Der SCP blieb am Drücker. Nach einer Stunde hätte Führich nach toller Justvan-Vorarbeit fast auf 3:0 erhöht. Bei der anschließenden Ecke wurde ein Kopfball von Uwe Hünemeier kurz vor der Torlinie geklärt. Dann parierte Himmelmann gegen Ingelsson (66.) und Antwi-Adjei (68.). Der Chancenwucher sollte sich fast rächen, denn St. Pauli steckte nicht auf. So verpasste Sturm-Hüne Simon Makienok aus kurzer Distanz das Anschlusstor (73.), das dann in der 82. Minute vermeintlich gefallen war. Doch die Gäste jubelten zu früh: Vorlagengeber Lukas Daschner hatte beim Treffer von Boris Tashchy im Abseits gestanden.

Zwischendurch hatten die Paulianer ein weiteres Mal Aluminium-Glück gehabt, denn Sebastian Ohlsson setzte das Leder an die eigene Torlatte (77.). SCP-Joker Prince Owusu sollte dann noch zwei Mal (85./90.) das mögliche 3:0 verpassen. Dann war Schluss. Die Paderborner hatten ihre Erfolgsserie ausgebaut und stehen nun zumindest vorübergehend auf dem zweiten Platz.

Das Spiel hier im NW-Ticker zur Nachlese:


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