SC Paderborn bangt vor dem KSC-Spiel noch um ein Trio

Frank Beineke

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SCP-Innenverteidiger Sebastian Schonlau (r.), hier in der vergangenen Bundesliga-Saison im Duell gegen Hertha-Spieler Matheus Cunha, klagt vor dem Gastspiel beim KSC über Knieprobleme. Sebastian Vasiliadis (l.) macht weiter der Rücken zu schaffen. - © picture alliance
SCP-Innenverteidiger Sebastian Schonlau (r.), hier in der vergangenen Bundesliga-Saison im Duell gegen Hertha-Spieler Matheus Cunha, klagt vor dem Gastspiel beim KSC über Knieprobleme. Sebastian Vasiliadis (l.) macht weiter der Rücken zu schaffen. (© picture alliance)

Paderborn. Beim SC Paderborn läuft's derzeit prächtig. Der Erstliga-Absteiger ist seit sechs Spielen ungeschlagen, feierte zuletzt drei Siege in Folge und kletterte in der Zweitliga-Tabelle von Rang 16 auf Platz 3. Doch an diesem Samstag, 28. November, ist die Erfolgsserie akut gefährdet. Dann nämlich gastiert der SCP um 13 Uhr beim Karlsruher SC. Und auch der präsentiert sich momentan in blendender Verfassung.

Der KSC schoss 13 Tore in den vergangenen fünf Spielen, blieb drei Mal siegreich und heimste zuletzt Auswärtserfolge auf St. Pauli (3:0) und in Braunschweig (3:1) ein. "Die haben ähnlich wie wir einen sehr guten Lauf. Die spielen wie wir in einem 4-3-3. Und sie betreiben ähnlich wie wir ein intensives Pressing", macht SCP-Coach Steffen Baumgart diverse Gemeinsamkeiten aus und fügt an: "Ich erwarte am Samstag ein offensiv geführtes Spiel."

Der Kapitän hat Knieprobleme

In dem besagten Spiel kann Baumgart personell aus dem Vollen schöpfen. Vermutlich muss Paderborns Cheftrainer lediglich auf Maximilian Thalhammer (Mittelfußbruch) und Jannik Huth (Kahnbeinbruch) verzichten. Allerdings klagt ein Trio über Blessuren. So ließ Sebastian Vasiliadis wegen seiner hartnäckigen Rückenprobleme in dieser Woche eine Trainingseinheit aus. Chris Führich hat noch leichte Probleme aus dem Heimspiel gegen St. Pauli. Und Kapitän Sebastian Schonlau musste am Donnerstag das Training aufgrund von Knieschmerzen abbrechen. "Ich gehe aber davon aus, dass alle drei am Samstag dabei sein können", berichtet Baumgart.

Gerade ein Einsatz von Innenverteidiger Schonlau wäre wichtig, denn der KSC um den Topstürmer und Ex-Paderborner Philipp Hofmann präsentierte sich in den vergangenen Wochen enorm offensivstark. Allerdings leistet der SCP derzeit auch eine exzellente Abwehrarbeit. In den vergangenen sechs Spielen setzte es lediglich zwei Gegentreffer. Mit nur sieben kassierten Gegentoren stellen die Paderborner inzwischen sogar die beste Defensive der Liga. "Wir arbeiten insgesamt sehr gut gegen den Ball. Die Zu-Null-Spiele geben Sicherheit. Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft grundsätzlich sehr zufrieden", urteilt Steffen Baumgart, der auch für das Spiel nach vorne viel Lob parat hat.

Michel kehrt wohl in den Kader zurück

"Du siehst derzeit wieder das, was uns auszeichnet. Wir erarbeiten uns mit einer hohen Geschwindigkeit viele Torgelegenheiten von hoher Qualität", sagt der SCP-Coach, der sein aktuelles Team im Vergleich zur Aufstiegsmannschaft der Zweitliga-Saison 2018/19 sogar im Vorteil sieht. "Wir haben mehr Erfahrung. Und wir finden wieder zur alten Unbekümmertheit. In der Breite sehe ich uns besser aufgestellt als 2018", betont Baumgart. Dies bedeute aber nicht, dass seine Mannschaft nun wieder um den Aufstieg spielt. "Aber wenn wir unsere Tugenden auf den Platz bekommen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen", so der 48-Jährige.

Zuletzt brachte der SCP die geforderten Tugenden auf den Platz. Und so wird Baumgart am Samstag wohl keine Änderungen in der Anfangsformation vornehmen, sofern Schonlau und Führich einsatzbereit sind. Stürmer Sven Michel, der sich vor dem zweiten Spieltag einen Innenbandanriss im linken Knie zugezogen hatte, dürfte unterdessen erstmals wieder im 20er-Kader stehen. "Wenn Sven gesund ist, verzichte ich nur ungern auf ihn", sagt Baumgart. Hoffnungen auf einen Platz im Aufgebot darf sich auch Streli Mamba machen. "Streli ist nah dran. Wir werden am Freitag eine Entscheidung treffen", so der Chefcoach.

Die ganze PK sehen Sie hier im Video:

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Und so könnten sie spielen:

SCP: Zingerle - Dörfler, Hünemeier, Schonlau, Collins - Schallenberg - Justvan, Ingelsson - Führich, Srbeny, Antwi-Adjei.

KSC: Gersbeck - Thiede, Gordon, Bormuth, Heise - Fröde - Wanitzek, Gondorf - Choi, Hofmann, Lorenz.

Information
Alle Berichte zum SCP finden Sie hier.

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