SCP erwartet ein erstarktes Schlusslicht in der Benteler-Arena

Uwe Müller

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SCP-Trainer Steffen Baumgart und Manager Fabian Wohlgemuth (r.) hoffen gegen den Tabellenletzten aus Würzburg auf einen versöhnlichen Hinrundenabschluss. - © Besim Mazhiqi
SCP-Trainer Steffen Baumgart und Manager Fabian Wohlgemuth (r.) hoffen gegen den Tabellenletzten aus Würzburg auf einen versöhnlichen Hinrundenabschluss. (© Besim Mazhiqi)

Paderborn. Gegen den Tabellenletzten Würzburger Kickers müsste der Bundesliga-Absteiger SC Paderborn der klare Favorit sein und alles andere als ein souveräner Sieg – gerne auch mit vielen Toren – im eigenen Stadion wäre eine Überraschung. So könnte der Wunsch vieler SCP-Fans lauten – doch ganz so einfach wird es nicht.

Wenn das letzte Hinrundenspiel des SCP am Samstag um 13 Uhr in der Benteler-Arena angepfiffen wird, steht ein Team, das zuletzt dreimal in Folge gepunktet hat, den Paderbornern gegenüber.

SCP-Trainer Steffen Baumgart orientiert sich nicht an der Tabelle, sondern an den zuletzt gezeigten Leistungen und warnt daher vor einem erstarkten Gegner. „Das wird kein Selbstläufer. Wir müssen sehr konzentriert sein. In der 2. Liga ist jeder in der Lage, anderen ein Bein zu stellen", so Baumgart, der die größte Gefahr darin sieht, den Gegner zu unterschätzen. Denn die Würzburger haben sich nach fünf Niederlagen in Serie berappelt und gegen St. Pauli und Braunschweig jeweils ein Unentschieden geholt sowie gegen Osnabrück den ersten Auswärtssieg eingefahren.

Strohdiek ist ein Stabilisator bei den Kickers

Mit dabei war das Paderborner Urgestein Christian Strohdiek. Der Abwehrspieler wechselte nach Franken, da er beim SCP keine Einsatzchancen mehr sah. „Ich freue mich, dass er dort sehr gut ankommt und schon ein Stabilisator ist. Tucker war auch für uns ein sehr wichtiger und besonderer Spieler", so Baumgart. Nichtsdestotrotz will Paderborns Trainer, dass sein ehemaliger Spieler in der Kickers-Abwehr jede Menge zu tun bekommt. „Wir wollen mit aller Macht dieses Spiel gewinnen. Dazu müssen wir uns Torchancen herausarbeiten, das ist uns zuletzt nicht immer gelungen."

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Wer am Samstag für den SCP auflaufen wird, steht noch nicht fest. Da alle Spieler fit sind, kann Baumgart aus dem Vollen schöpfen. Ob er das macht, ist zumindest fraglich, denn er setzte zweimal hintereinander auf die selbe Startformation. Und er betonte, dass er trotz der anstehenden englischen Wochen (5 Spiele in 16 Tagen) keine Stammspieler schonen werde. Aber diesmal könnte es Änderungen im Kader geben. Den schon fast abgeschriebenen Spielern Sebastian Vasiliadis und Jamilu Collins räumt er Chancen ein. Vasiliadis, der bei Arminia Bielefeld auf der Wunschliste ganz oben steht, arbeite derzeit „sehr gelöst" und sei im Aufwind und Collins wirke wieder klarer im Kopf. Kai Pröger scheint aber nach wie vor im Konkurrenzkampf mit dem erfahrenen Marcel Heller den Kürzeren zu ziehen.

"Wir haben einige Punkte liegengelassen"

Ob Sieg gegen Würzburg oder nicht - Steffen Baumgart ist der Meinung, dass es keine erfolgreiche Hinrunde war. "Es war eine normale. Wir haben vieles gut gemacht, aber auch einige nicht so guten Entscheidungen getroffen und haben Punkte liegengelassen. Aber das gehört dazu - wir sind in der Entwicklung. Bis auf das Bochumspiel haben wir immer unsere Leistung gebracht, auch wenn die Ergebnisse nicht immer gepasst haben - wir sind auf einem guten Weg", zog der Paderborner Trainer ein kurzes Saison-Zwischenfazit.

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