Der TBV-Kapitän Andrej Kogut blickt auf das erste Heimspiel

Sebastian Lucas

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Lemgos Spielführer Andrej Kogut, hier mit Tom Skroblien auf den Schultern, ist bereit für den Heimauftakt gegen die Hessen. - © Imago
Lemgos Spielführer Andrej Kogut, hier mit Tom Skroblien auf den Schultern, ist bereit für den Heimauftakt gegen die Hessen. (© Imago)

Lemgo. Die Vorfreude auf das erste Heimspiel der neuen Saison ist im Lager des TBV Lemgo Lippe riesig. Nach dem 21:28 zum Auftakt der Handball-Bundesliga-Saison bei den Rhein-Neckar Löwen am Sonntag sagt Kapitän Andrej Kogut: „Es macht keiner einen Hehl daraus, dass wir die ersten Punkte einfahren wollen. Wir geben Vollgas." Am Donnerstag ab 19 Uhr gastiert die HSG Wetzlar in der Phoenix-Contact-Arena – vorher Lipperlandhalle. Der 30-jährige Mittelspieler, der 2015 von der TSG Ludwigsburg-Friesenheim ins Lipperland kam und im Sommer seine Freundin Lilian heiratete, spricht über . . .

... die Partie in Mannheim

„Wir erwischten einen ganz schlechten Start. Nachdem wir einige einfache Fehler gemacht hatten, mangelte es an Selbstvertrauen. Im zweiten Abschnitt klappte es mit der Umstellung auf die 5:1-Deckung besser: Wenn du hinten Bälle gewinnst, hast du vorne auch kein zittriges Händchen mehr. Zudem kamen wir zu einigen Tempogegenstößen und mussten nicht immer gegen die starke Löwen-Deckung agieren. Das Positive nehmen wir mit."

... die hohe Belastung in den nächetn Tagen

„Wir sind bereit für die Partien gegen Wetzlar sowie am Dienstag in Kiel und 48 Stunden später gegen Gummersbach. Wir gucken von Spiel zu Spiel."

... die Begegnung gegen Wetzlar

„In der vergangenen Saison haben wir vier Zähler gegen die HSG geholt, das ist keine Selbstverständlichkeit. Nach der guten Vorbereitung brauchen wir uns jedoch nicht zu verstecken und wollen beide Punkte in Lippe halten. Der Gegner spielt grundsoliden Handball mit sehr disziplinierten, langen Angriffen. Mit dem Schweizer Lenny Rubin bekam er einen guten Schützen auf Rückraum links dazu, auf den es zu achten gilt. Wir dürfen die Geduld nicht verlieren und müssen hinten gut stehen."

... Vetragsgespräche

„Die ersten hat es gegeben. Ich würde gerne beim TBV bleiben, denn meine Frau und ich fühlen uns in Lemgo sehr wohl. Ich kann mir sogar vorstellen, meine Karriere im Lipperland zu beenden. Wir sind hier heimisch geworden."

... die Kapitänsrolle

„Es war schön, dass die Mannschaft mich vor einem Jahr gewählt hat. Das Team seitdem anzuführen, ist eine Ehre und auch ein großer Vertrauensbeweis. Nachdem die Saison sehr gut verlief, gab es keinen Grund für einen Wechsel (grinst). Die Rolle bewerte ich nicht über, übe sie aber gerne aus."

... sein Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Fernuni Hagen

„Es ist nicht so einfach, Handball und Studium unter einen Hut zu bekommen. Die Wochentagsspiele überschneiden sich oft mit Klausurterminen. Mein Ziel: Bis zum Ende meiner Karriere möchte ich fertig sein. Es geht voran, das nächste Modul möchte ich Ende September abschließen."

... die Familie in Moskau

„Leider schaffe ich es nicht häufiger als einmal im Jahr, meine Eltern und meine beiden Schwestern zu besuchen. Das Problem: Ich besitze ,nur’ die deutsche Staatsangehörigkeit. Deshalb benötige ich jedes Mal ein Visum, die Bearbeitungszeit beträgt rund drei Wochen. Kurzfristige Reisen sind somit ausgeschlossen."

... seine Hochzeit im Sommer

„Es war sehr schön, die ganze Familie und unsere Freunde um sich zu haben. Wir haben in Bad Dürkheim in der Pfalz auf einem Weingut gefeiert. Unter den rund 80 Gästen waren auch meine Mitspieler Tim Suton, Christoph Theuerkauf und Peter Johannesson, Jonathan Stenbäcken (2015 bis 2017 beim TBV, die Red.) kam aus Dänemark. Patrick Zieker musste wegen der Hochzeit seines Bruders genauso absagen wie Rolf Hermann, der Vater geworden ist."

Information

Van Olphens Einsatz fraglich


TBV-Trainer Florian Kehrmann erwartet „ein Duell auf Augenhöhe". Die Partien gegen Wetzlar seien „immer enge Spiele" gewesen. Gegen die 6:0-Deckung des Gegners gelte es, „Geduld und Überzeugung" mitzubringen: „Wichtig wird auch sein, dass wir gut in der Abwehr stehen und mit Tempo nach vorne spielen." Ob Fabian van Olphen nach seiner Oberschenkelverletzung mitwirken kann, entscheidet sich erst heute. Ansonsten fällt beim TBV nur der langzeitverletzte Jari Lemke aus. GWD Minden tritt heute, 19 Uhr, bei Füchse Berlin an.

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