Furioser TBV fegt Gummersbach aus der Halle

Jörg Hagemann

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TBV: Patrick Zieker, der den Gummersbacher Torhüter Matthias Puhle verlädt. - © Jörg Hagemann
TBV: Patrick Zieker, der den Gummersbacher Torhüter Matthias Puhle verlädt. (© Jörg Hagemann)

Lemgo. Halbgefüllte Halle, aber der TBV Lemgo Lippe gibt volle Pulle. Mit einem bemerkenswert deutlichen 30:16 (15:7) wurde der VfL Gummersbach aus der Phoenix-Contact-Arena geschossen.

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Vor nur 2647 Zuschauern steigerte sich der TBV nach einer stotternden Anfangsphase zu einer starken Leistung. Die Marschroute von TBV-Trainer Florian Kehrmann vor Spielbeginn war einfach: „Über eine aggressive Abwehr ins Tempospiel kommen." Leicht gesagt, doch zunächst schwer getan. In den Anfangsminuten standen die Lipper hinten zwar passabel, hatten vorne aber viel zu wenig Tempo. Was sich beim 1:3 auch auf der Anzeigetafel bemerkbar machte. Bis zum 4:4 (10.) hatte sich der TBV dann die Restmüdigkeit aus dem Kiel-Spiel 48 Stunden zuvor aus den Knochen gespielt.

Und ab dann funktionierte auch die Kehrmann-Ansage. Und wie. Lemgo hielt den VfL über eine extrem gute Abwehr nun an der ganz kurzen Leine, ließ praktisch nichts mehr zu und kassierte in den verbleibenden 19 Minuten bis zur Pause nur noch drei Treffer. Geschäftsführer Jörg Zereike bemerkte da süffisant, dass sein Torhüter Peter Johannesson „nach zehn Minuten auch angefangen hat, zu halten". Vorne lief das Spiel ausreichend solide, um Gummersbach bis zum Halbzeitstand von 15:7 vorzuführen.

Nach dem Wiederanpfiff zogen die Lipper auf 20:8 (41.) davon – womit dem VfL in 30 Minuten gerade einmal vier Tore gelungen waren. Lemgo agierte jetzt mit dem Selbstverständnis eines Spitzenteams, Gummersbach zerfiel in ziemlich viele Einzelteile. Und was sagte Kehrmann hinterher? „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Alle haben um jeden Ball gekämpft. Das war gut."

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