TBV Lemgo ist Vizemeister im Fairplay - 10 interessante Fakten über den Verein

Jörg Hagemann

  • 0
Immer auf Tuchfühlung, selten unfair: Nettelstedts Dener Janimaa beugt sich der Autorität von Fabian van Olphen. - © Jörg Hagemann
Immer auf Tuchfühlung, selten unfair: Nettelstedts Dener Janimaa beugt sich der Autorität von Fabian van Olphen. (© Jörg Hagemann)
Lemgo. Mit Genugtuung darf Trainer Florian Kehrmann in den bundesligafreien Tagen auf die zurückliegende Saison zurückblicken. Unabhängig von dem prächtigen neunten Platz hat sich der TBV Lemgo auch in vielen anderen Bereichen verbessert. Nachstehend zehn interessante Fakten. Nur eine Zahl dürfte dem TBV überhaupt nicht schmecken...

1

Die Stimmung in der Lipperlandhalle war vielfach prächtig bis grandios. Allerdings schimmerten viel zu viele blaue Plastikschalen durch. Erst am letzten Spieltag meldete der TBV zum ersten und einzigen Male ausverkauft. Im Schnitt kamen 3716 Besucher (Vorjahr 4048), was im Ranking nur noch Platz 13 (Vorjahr 11) ergibt. Es ist der schwächste Zuspruch seit dem letztmaligen Ausbau der Lipperlandhalle. Weniger Zuschauer zählte der TBV Lemgo im Schnitt letztmals in der Saison 2003/2004 (3678).

2

Fair geht vor. Eine echte Überraschung ist Lemgos Abschneiden in der Fairplay-Wertung. Mit im Schnitt 4,59 Strafminunten (im Vorjahr 7,65) stellte der TBV hinter den Rhein-Neckar Löwen die fairste Mannschaft der Liga. Traditionell zählen stets die Spitzenmannschaften zu den artigsten Teams. Die Arbeit von Fabian van Olphen, Christian Klimek, Isaias Guardiola & Co. gewinnt somit noch etwas mehr an Wert.

3

Einen Spitzenplatz erreicht der TBV Lemgo auch bei der Vereitelung von Strafwürfen. Die Killerquote lag bei 28,7 Prozent, was Platz drei bedeutet.

4

Über dem Ligadurchschnitt liegt der TBV bei den Siebenmeterschützen. 76,9 Prozent der Strafwürfe wurden erfolgreich verwandelt. Das ist zum dritten Mal in Folge eine Steigerung (Vorjahr 74,3, davor 70,4 Prozent). In der Summe waren es gegenüber dem Vorjahr neun Siebenmetertreffer mehr.

5

In der zweiten Halbzeit kann der TBV immer noch zulegen. Das verdeutlichen folgende Parameter. Insgesamt 429 der 882 Treffer markierten die „Kehrmänner" in Halbzeit eins. Folglich waren es im zweiten Abschnitt 453 Tore.
6Trotz einer Pausenführung konnte der TBV acht von 19 Partien am Ende nicht durchbringen. Allerdings gingen auch nur zwei solcher Spiele verloren. Kitzliger wurde es für die Mannen um Andrej Kogut bei einem Pausenrückstand. Nur zweimal konnte der TBV solche Spiele noch drehen (gegen HC Leipzig und TuS N-Lübbecke).

7

Achtmal spielte der TBV in der abgelaufenen Saison unentschieden, was aber nicht für den Titel des Remiskönigs reichte. Den holte sich der HC Erlangen, der neunmal die Punkte teilte. Vereinsintern war es dagegen ein Rekord. Niemals zuvor spielte ein TBV-Team in der Bundesliga häufiger unentschieden.

8

Zu drei Siegen am Stück reichte es in der vergangenen Saison nicht. Dafür durfte der TBV fünfmal einen Doppelpackerfolg feiern.

9

Erfolgreichster Torschütze ist wie in den vier Jahren zuvor Tim Hornke. Mit 179 Treffern belegte er ligaweit Platz fünf. Im Siebenmeterranking reichten seine 81 Strafwurftreffer zu Rang sechs. Hornke war es auch, der es als einziger TBV-Akteur schaffte, mehr als zehn Tore in einem Spiel zu erzielen. In Melsungen schlug „Horni" zwölfmal zu, in Magdeburg erzielte er elf Treffer. Beachtlich sind auch 120 Feldtore von Tim Suton, der hauchdünn den Wert aus dem Vorjahr (121) verfehlte. Nur 13 weitere Bundesligaspieler erzielten mehr Feldtore.

10

Und dann wäre da ja noch das 17:38 bei den Rhein-Neckar Löwen. Ein gruseliges Ergebnis, das die zweithöchste Niederlage in 35 Bundesligajahren bedeutet. Noch schlimmer war es nur im Mai 2014 bei der 24:46-Klatsche im Gerry Weber Stadion gegen den THW Kiel.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!