Hitzerekord 2018 für Deutschland geknackt: 39,5 Grad

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Sommerhitze - © Foto: Lino Mirgeler
Im kühlem Nass: Einer der wenigen Orte, an denen Mann die aktuellen Temperaturen noch genießen kann. Hier ein See in Bayern. (© Foto: Lino Mirgeler)

Offenbach - In Bernburg in Sachsen-Anhalt ist am Dienstag die bisher höchste Temperatur dieses Sommers in Deutschland gemessen worden - und es kann noch heißer werden.

Um 14 Uhr betrug die Temperatur dort 39,2 Grad, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Das sei zugleich der höchste Wert, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Sachsen-Anhalt gemessen worden sei. Auch bei der Messung um 14.30 Uhr sei der Wert noch unverändert gewesen.

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Allerdings sei nicht auszuschließen, dass bei noch steigender Hitze hier oder an einer anderen Messstelle in Deutschland sogar der Hitzerekord im fränkischen Kitzingen ins Wanken gerate. Dort waren 2015 am 5. Juli und am 7. August 40,3 Grad gemessen worden. Ganz genau können das die Meteorologen für ganz Deutschland erst am Dienstagabend sagen.

Das aktuelle Supersommer-Tief trägt passenderweise den Namen «Juli». Es bringt zum Monatsende von Süd- und Südwesteuropa heiße subtropische Luft nach Mitteleuropa. Mindestens bis zum Ende der Woche bleibt es warm, aber die lähmende Hitzewelle ist am Mittwoch vielerorts vorbei. Die Temperaturen sinken dann «in den Bereich eines Normal-Sommers», wie Meteorologe Martin Jonas sagte. Schon am Dienstag kann es im Westen und Nordwesten teils kräftige, räumlich begrenzte Gewitter mit Unwetterpotenzial geben.

Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen. Die Stadt am Main mit etwa 21.000 Einwohnern hält den Rekord als heißeste Stadt Deutschlands. Am Montag wurde dort der deutschlandweit zweithöchste Wert des Tages gemessen: 37 Grad. Der heißeste Ort war zu Beginn der Woche Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 37,4 Grad.

Die Hitzewelle macht laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden. Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser.

Engpässe bei der Wasserversorgung sind trotz der Hitzerekorde in diesem Sommer nicht zu befürchten. «Wegen der regenreichen Winter- und Frühjahrsmonate liegen die Grundwasserstände zumeist auf einem guten Niveau, auch die Trinkwasser-Talsperren sind gut gefüllt», sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der «Rheinischen Post» (Dienstag). Deshalb gebe es keinen Wassermangel, und «niemand muss auf eine kühlende Dusche oder ein kühlendes Bad verzichten».

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