Wurst-Skandal: Ein Todesopfer wohl auch in NRW

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Wilke-Wurst fordert ein drittes Todesopfer. - © Uwe Zucchi/dpa
Wilke-Wurst fordert ein drittes Todesopfer. (© Uwe Zucchi/dpa)

Darmstadt (dpa/anwi). Im Skandal um mit Keimen belastete Wurst geht Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) jetzt von drei Todesopfern aus. „Seit gestern wissen wir drei Todesfälle", sagte sie am Freitag in Darmstadt.

Nach einem Bericht des Robert-Koch-Instituts sind Patienten in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt „direkt oder indirekt an der Listeriose" verstorben. Der nordhessische Landkreis Waldeck-Frankenberg, der für die Überwachung und die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf verantwortlich war, sprach bislang von zwei Opfern aus Südhessen.

Foodwatch kritisiert derweil die Behörden erneut scharf. Die Verbraucherorganisation wirft dem Landratsamt des Landkreises Waldeck-Frankenberg, der für die Überwachung und die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf verantwortlich war, vor, dem Wursthersteller Wilke noch Anfang September ein positives Zeugnis ausgestellt zu haben. Damals sei der Listerien-Verdacht bei den Behörden schon seit Wochen bekannt gewesen.

Im Sommer hatte das Unternehmen außerdem ein wichtiges Zertifikat erhalten, mit dem unter anderem die Lebensmittelsicherheit bei Herstellern bewertet wird. Kürzlich wurde außerdem bekannt, dass auch das Klinikum Lippe Wilke-Wurst serviert hat.

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