Bezahlung: NRW-Städte liefern sich Konkurrenzkampf um Rettungskräfte

Leandra Kubiak

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Notfallsanitäter sind in NRW teilweise regelrecht umkämpft. - © picture alliance / dpa Themendienst
Notfallsanitäter sind in NRW teilweise regelrecht umkämpft. (© picture alliance / dpa Themendienst)

Bielefeld. Lüdenscheid im Märkischen Kreis ist nur ein Beispiel für eine NRW-Stadt, der es an Feuerwehrleuten mangelt. Der Feuerwehr fehlen 14 Brandmeister und Inspektoren. Doch das hat nicht nur mit dem Beruf an sich zu tun - andere Städte zahlen schlicht mehr Geld. Für einen Notfallsanitäter beispielsweise ist es lukrativer, sich in Dortmund, Hagen oder Iserlohn zu bewerben.

Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat sich jetzt darauf geeinigt, dass Notfallsanitäter bei der Feuerwehr künftig besser bezahlt werden. Andernfalls hätte man noch im Laufe des Jahres dramatische personelle Engpässe bei der Feuerwehr befürchtet.

Der Mangel an Feuerwehrleuten und Rettungskräften ist ein NRW-weites Problem, wie Valentino Tagliafierro von der Gewerkschaft Komba erläutert. Zehn bis 15 Prozent der benötigten Kräfte fehlen in unserem Bundesland, heißt es von der Gewerkschaft.

Kräfte werden teils aus anderen Städten angeworben

In NRW habe sich deshalb ein regelrechter Konkurrenzkampf um ausgebildete Feuerwehrleute entwickelt, sagt Tagliafierro. Einige Städte würden die Besoldung von Rettungskräften bewusst anheben, um Kräfte so auch aus anderen Städten anzuwerben.

Möglich sei das deshalb, weil nicht alle Städte beispielsweise Rettungsassistenten und Notfallsanitäter gleich besolden würden, erklärt Tagliafierro. Die Spanne reiche da in etwa von Besoldungsstufe A7 bis A9. Die Gewerkschaft Komba, die unter anderem für Feuerwehren und den Rettungsdienst zuständig ist, fordert schon länger eine einheitliche Besoldung von Notfallsanitätern auf Stufe A9.

Sie begründet das unter anderem damit, dass Kräfte, die die Ausbildung zum Notfallsanitäter gemacht haben, auch mehr Verantwortung übernehmen als das früher beim Lehrgang zum Rettungsassistenten der Fall war.

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