Sturmwarnung für Lippe - Erste Fernzüge rollen wieder

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Der Wetterdienst hat für heute im südlichen Nordrhein-Westfalen eine Unwetterwarnung mit orkanähnlichen Böen und Starkregen vorhergesagt. - © Roberto Pfeil/dpa
Der Wetterdienst hat für heute im südlichen Nordrhein-Westfalen eine Unwetterwarnung mit orkanähnlichen Böen und Starkregen vorhergesagt. (© Roberto Pfeil/dpa)

Offenbach/Kreis Lippe. Das Sturmtief über Deutschland hat am Donnerstag zu starken Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurde der Regionalbahnverkehr bis auf Weiteres eingestellt, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. In Nordrhein-Westfalen fuhren zeitweise keine Fernverkehrszüge. Besonders im Saarland, in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern komme es zu Zugausfällen und Verspätungen, teilte die DB mit. Im Laufe des Tages rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen.

«Hunderte Mitarbeitende sind im Einsatz, um Bäume und andere Hindernisse aus den Gleisen zu räumen, Oberleitungen zu reparieren und Schäden aufzunehmen», teilte eine DB-Sprecherin mit. Fahrgäste, die aufgrund des Unwetters ihre Reise verschieben wollen, könnten ihr gebuchtes Ticket ab sofort bis einschließlich sieben Tage nach dem Ende der Störungen einlösen. Am frühen Nachmittag rollten die ersten Fernverkehrszüge wieder durch NRW.

Ruhige Lage in Lippe

Sturmtief "Ignatz" - © Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Der Zugang zum Parkplatz am Südstrand in Wilhelmshaven ist wegen des Sturmtiefs "Ignatz" mit Hochwasser-Gefahr für Autos gesperrt. (© Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

In Lippe sah die Lage am Donnerstagmorgen vergleichsweise harmlos aus. Nach Angaben der Rettungsleitstelle des Kreises kam es zunächst nur vereinzelt zu Einsätzen der Feuerwehr. Grund waren umgestürzte Bäume oder abgeknickte Äste.

Bis zum Abend bleibt es aber gefährlich. Der Wetterdienst hat die Warnstufe vor Sturm/Orkan für den gesamten Kreis von Rot auf Orange heruntergesetzt. Es drohen aber dennoch Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern.

Das LWL-Freilichtmuseum in Detmold hat vorsorglich aufgrund der Sturmwarnung geschlossen.


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Auch das Corona-Testzentrum am Detmolder Hangar bleibt aufgrund der Wetterlage geschlossen. "Angemeldete Tests werden stattdessen im Drive-In Lemgo durchgeführt", heißt es auf der Website.

Die Polizei Lippe warnt: Bitte seien Sie vorsichtig und meiden Sie heute Waldgebiete und möglichst auch Straßen, die von Bäumen gesäumt sind. Bringen Sie Gegenstände auf ihren Grundstücken in Sicherheit, die Gefahr laufen, vom Sturm umgeweht zu werden. "

Wind reißt vereinzelt Bäume aus

Den Lagezentren der Polizei in NRW lagen zunächst keine größeren Schadensmeldungen vor; vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es etwa aus Thüringen und Baden-Württemberg.

Im niedersächsischen Delmenhorst war am Mittwochabend ein Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen, aber nur leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

"Kurzlebige Tornados" nicht ausgeschlossen

In der Nordhälfte Deutschlands warnte der Wetterdienst vor ostwärts ziehenden Gewittern, bei denen orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde wehen könnten. "Kurzlebige Tornados" seien dabei nicht ausgeschlossen, hieß es.

Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind den DWD-Angaben zufolge von Westen her wieder nach. Es wird insgesamt kühler. Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, im Westen und Norden zwischen 12 und 15 Grad.

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