Fast wieder so viel Autobahn-Staus wie in Vor-Corona-Zeiten

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Stau - © Foto: Fabian Sommer/dpa
Autos stauen sich auf der Autobahn 100 in Berlin. (© Foto: Fabian Sommer/dpa)

München - Trotz der anhaltenden Pandemie ist die Zahl der Staus auf deutschen Autobahnen wieder deutlich gestiegen. Mit 685.000 Staus stieg das Aufkommen 2021 fast wieder auf das Niveau im Vor-Corona-Jahr 2019.

Das geht aus einer Auswertung des ADAC in München hervor. Damals hatte der Automobilclub noch 708 500 Staus in einem Jahr verzeichnet. 2020 hatte es 513.500 Autobahn-Staus gegeben.

Staulänge summiert in 2021: 850.000 Kilometer

Auch die Länge der Staus auf den Straßen und die Dauer haben im zweiten Jahr der Pandemie wieder zugenommen - lagen aber noch deutlich unter dem Niveau von 2019. So summierten sich die Staus im Jahr 2021 auf eine Länge von 850.000 Kilometer. Im Vorjahr hatte die bundesweite Länge nur 679.000 Kilometer betragen. 2019 hatten sich noch auf rund 1,42 Millionen Kilometern die Autos auf den Autobahnen aneinandergereiht.

Zugleich verbrachten die Menschen 2021 wieder deutlich mehr Zeit in Staus oder stockendem Verkehr. Mit 346.500 Stunden ging es auch hier wieder in Richtung des Vor-Corona-Niveaus von 2019 (521.000 Stunden). Das ist zudem ein deutlicher Anstieg zu 2020 (256.000 Stunden).

Gründe für das immer noch geringere Stau-Niveau sieht der ADAC in den geringeren Anzahl an Autos, die 2021 auf den Autobahnen unterwegs waren. Ab September 2021 sei aber bereits wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht worden. Die meisten und längsten Staus gab es im Jahresverlauf im August mit rund 83.000 Staus mit einer Länge von 123.000 Kilometern.

Wintereinbruch sorgte für lange Kolonnen

Die staureichsten Tage des vergangenen Jahres waren der 8. und 9. Februar, als ein heftiger Wintereinbruch für lange Kolonnen auf den Autobahnen sorgte. An den beiden Tagen verzeichnete der ADAC rund 8800 Staus mit einer Länge von 17.700 Kilometern.

Die meisten Staus gab es auch 2021 in Nordrhein-Westfalen: Fast jeder dritte (32 Prozent) ereignete sich im bevölkerungsreichsten Bundesland. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Bayern (16 Prozent) und Baden-Württemberg (9 Prozent).

Die staureichste Strecke war im vergangenen Jahr erstmals die Autobahn 12 zwischen dem Grenzübergang Frankfurt/Oder und dem östlichen Berliner Ring. Mit 144 Staukilometern pro Autobahnkilometer lag sie deutlich vor der A3 (117) und A8 (99). Auslöser waren dort die zahlreichen Verzögerungen bei der Einreise nach Deutschland. Im laufenden Jahr rechnet der ADAC mit einer weiteren Normalisierung des Verkehrs auf den Autobahnen - und damit wohl auch wieder mehr Staus als in den vergangenen beiden Jahren.

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