Warnung vor Gewalt an flüchtenden Frauen und Kindern

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Menschen tragen ihre Kinder und versuchen am Bahnhof von Kiew, in einen Zug nach Lwiw zu steigen. (© Emilio Morenatti/AP/dpa)

Berlin - Anlässlich des Internationalen Frauentags haben zahlreiche Organisationen zum besonderen Schutz für Frauen und Kinder aus der Ukraine aufgerufen.

«Krieg und damit einhergehend Vertreibung und Flucht bedeuten für Frauen und Mädchen immer die Bedrohung durch sexualisierte Gewalt, die weltweit ein Phänomen aller bewaffneten Konflikte ist», hieß es in einer Erklärung von mehr als 40 Frauen- und Nichtregierungsorganisationen.

Die unterzeichnenden Organisationen - darunter etwa der Deutsche Frauenrat, Pro Asyl und die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser - forderten Deutschland und die EU auf, die Arbeit von Frauenrechtsorganisationen und Schutzstellen zu unterstützen und auszuweiten.

«Putins Angriffskrieg richtet sich gegen Freiheit, Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung und damit gegen alle Demokratinnen und Demokraten», teilte Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) mit. «Mit Blick auf den Internationalen Frauentag heißt das für mich, sich für die Freiheit unabhängig vom Geschlecht einzusetzen.»

Mehr als 1,7 Millionen Menschen auf der Flucht

Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR schon mehr als 1,7 Millionen Menschen geflohen. Aus der Ukraine fliehen hauptsächlich Frauen und Kinder. Die Regierung in Kiew hat ukrainischen Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren die Ausreise untersagt, sie unterliegen der Wehrpflicht.

Der Internationale Frauentag wird jährlich am 8. März begangen und geht auf die Frauenbewegung zurück, die vor mehr als 100 Jahren Gleichberechtigung und ein Frauenwahlrecht forderte. In Russland ist er ein Feiertag, an dem Frauen traditionell Blumen geschenkt bekommen.

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