Massaker mit Schusswaffen in den USA im Überblick

veröffentlicht

Sandy-Hook-Grundschule - © Foto: Jeff Spooner/EPA/dpa
Im Dezember 2012 wird schon einmal eine Grundschule Schauplatz eines grausamen Amoklaufs: Der Name «Sandy Hook» aus dem Ort Newtown im Bundesstaat Connecticut brennt sich ins Gedächtnis der USA ein. (© Foto: Jeff Spooner/EPA/dpa)

Uvalde/Washington - Das Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mit mindestens 21 Toten reiht sich ein in die Liste von Amokläufen in den USA. Eine Auswahl jüngerer Fälle:

Buffalo (New York), Mai 2022: Ein 18-jähriger Weißer erschießt in einem Supermarkt zehn schwarze Menschen. Nach der Tat ergibt er sich. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hassverbrechen aus.

Fotostrecke: Massaker mit Schusswaffen in den USA im Überblick

Oxford (Michigan), November 2021: Mit einer Waffe, die sein Vater erst Tage zuvor gekauft hatte, bringt ein 15-Jähriger an seiner High School vier Mitschüler zwischen 14 und 17 Jahren um.

Boulder (Colorado), März 2021: Ein 21-Jähriger erschießt in einem Einkaufskomplex mit Cafés und Geschäften neun Zivilisten und einen Polizisten. Der aus Syrien stammende US-Bürger wird festgenommen.

Region Atlanta (Georgia), März 2021: In drei verschiedenen Massagesalons tötet ein 21-jähriger Weißer mit seiner Waffe innerhalb kurzer Zeit acht Menschen - vor allem asiatische Frauen.

Dayton (Ohio), August 2019: Ein 24-Jähriger tötet mit einem Sturmgewehr neun Menschen in einer Bar, darunter seine Schwester. Der Mann wird von der Polizei erschossen.

El Paso (Texas), August 2019: In einem Einkaufszentrum erschießt ein 21-jähriger weißer Rassist 22 Menschen. Er ergibt sich der Polizei. Ermittler behandeln die Bluttat als inländischen Terrorismus.

Thousand Oaks (Kalifornien), November 2018: Ein 28-jähriger Ex-Soldat tötet in einer Bar 13 Menschen. Er erschießt sich danach selbst.

Pittsburgh (Pennsylvania), Oktober 2018: Ein Rechtsradikaler erschießt in der «Tree of Life»-Synagoge elf Menschen. Es ist das folgenschwerste antisemitische Verbrechen in der US-Geschichte.

Santa Fe (Texas), Mai 2018: Ein 17-Jähriger tötet an seiner High School zehn Menschen, darunter acht Mitschüler. Er gesteht die Tat. Er habe nicht auf diejenigen gezielt, die er gemocht habe.

Parkland (Florida), Februar 2018: An seiner früheren Schule löst ein 19-Jähriger Feueralarm aus und schießt auf die fliehenden Menschen. 14 Schüler und 3 Erwachsene sterben. Der Täter wird festgenommen. Es formiert sich eine Schülerbewegung für ein schärferes US-Waffenrecht.

Sutherland Springs (Texas), November 2017: Ein 26-Jähriger eröffnet in einer Kirche das Feuer und tötet 26 Menschen, bevor er sich selbst erschießt.

Las Vegas (Nevada), Oktober 2017: Ein 64-Jähriger schießt aus dem 32. Stock eines Hotels auf Festival-Gäste. Er tötet 58 Menschen. Hunderte weitere werden verletzt. Der Täter erschießt sich selbst.

Orlando (Florida), Juni 2016: Ein 29-Jähriger erschießt 49 Besucher eines Nachtclubs, der bei Homosexuellen beliebt ist. Spezialeinheiten töten ihn. Der Attentäter, US-Bürger mit afghanischen Eltern, hatte sich zuvor zur Terrormiliz Islamischer Staat bekannt.

Newtown (Connecticut), Dezember 2012: Ein 20-Jähriger erschießt zunächst seine Mutter. In seiner ehemaligen Grundschule, der Sandy Hook Elementary School, ermordet er 20 Schulkinder und sechs Lehrer. Anschließend tötet er sich selbst.

© dpa-infocom, dpa:220525-99-430137/3

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2022
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2022
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.