Verdi: Löhne im Friseur- und Kosmetikgewerbe steigen

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Ein Friseur schneidet einem Kunden im Salon die Haare. (© Symbolbild Friseur/dpa/Symbolbild)

Angestellte im nordrhein-westfälischen Friseur- und Kosmetikgewerbe erhalten nach Angaben von Verdi bald deutlich mehr Geld. Wie die Gewerkschaft am Mittwoch mitteilte, hat sie sich mit dem Friseur- und Kosmetikverband NRW auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der zum 1. Oktober wirksam wird. Demnach sollen die Mitarbeiter mehr als den zum kommenden Monat auf 12 Euro pro Stunde steigenden gesetzlichen Mindestlohn erhalten.

Für Gesellinnen und Gesellen soll der Tariflohn in der untersten Lohngruppe laut Gewerkschaft von bisher 10,10 Euro auf 12,65 Euro pro Stunde angehoben werden. Das entspreche einem Plus von 25,24 Prozent. «Es ist eine deutliche und notwendige Aufwertung des Berufsbildes der Friseurinnen und Friseure», sagte Verdi-Verhandlungsführer Karsten Braun. «Eine Ausbildung in diesem Handwerk muss sich weiterhin lohnen und die Beschäftigten, die täglich gute Arbeit leisten, müssen auch von dieser Arbeit leben können.»

Die unteren Lohngruppen seien am stärksten von der hohen Inflation betroffen, sagte Braun weiter. Mit dem deutlichen Lohnanstieg solle auch verhindert werden, dass Beschäftigte der Branche aus finanziellen Gründen den Rücken kehren. Auch die Löhne für alle weiteren Beschäftigten wie Meisterinnen und Meister steigen. Das Plus liegt laut Verdi bei mindestens 7,84 Prozent bis 24,53 Prozent.

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