Flucht durch die Emscher: Mann wird Haftrichter vorgeführt

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Eine Figur der blinden Justitia. (© Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild)

Nach einer spektakulären Flucht vor der Polizei durch die Emscher ist ein 41-Jähriger festgenommen und am Samstag einem Haftrichter in Recklinghausen vorgeführt worden. Das teilte die Polizei mit. Die gleichaltrige Gefährtin des Mannes, die ebenfalls durch die Emscher schwamm, war am Freitag nach ihrer Festnahme direkt einer Haftanstalt überstellt worden. Gegen sie lagen bereits zwei Haftbefehle vor. Die beiden sollen sich mehrerer versuchter Raubdelikte schuldig gemacht haben.

Das kriminelle Pärchen hatte am Freitag in Herten (Kreis Recklinghausen) einen 61 Jahre alten Taxifahrer überfallen und mit einem Messer bedroht. Der 61-Jährige wurde dabei leicht verletzt und alarmierte die Polizei. Zunächst wollten die zwei dann mit dem Taxi flüchten - es gelang ihnen aber nicht, das Fahrzeug zu starten. Daher liefen sie einer Mitteilung zufolge auf der Flucht vor den Beamten zur Emscher, stiegen ins Wasser und durchschwammen den Fluss.

Am anderen Ufer, das zu Herne gehört, drangen sie in ein Stellwerkshäuschen der Bahn ein, wo sie sich mit zwei Mitarbeitern anlegten. Mit einem von ihnen kam es zu einer Prügelei, bei der der Bahnbeschäftigte verletzt wurde. Das Pärchen lief danach auf einen Parkplatz, um ein Auto aufzubrechen. Dabei wurden die beiden von Polizisten aufgegriffen und festgenommen. Der 41-Jährige soll unter Drogeneinfluss gestanden haben, wie es hieß.

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