Dumm gelaufen: Raser kassiert nach Widerspruch höhere Strafe

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Eine Figur der blinden Justitia. - © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia. (© Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild)

Der Schuss ging nach hinten los: Ein Raser aus Wuppertal hat sich mit seinem Widerspruch gegen einen 6300-Euro-Strafbefehl eine noch höhere Strafe eingehandelt. Eine Düsseldorfer Amtsrichterin hob die Geldstrafe für den 41-Jährigen wegen illegalen Autorennens und Verkehrsgefährdung am Montag kurzerhand auf 8400 Euro an.

Seinen Führerschein ist er auch losgeworden. Das Gericht ordnete am Montag eine Sperre von zwölf Monaten für den Neuerwerb an. Vor einem Jahr war der Mann auf der Autobahn 46 erwischt worden: Mit über 190 Stundenkilometern statt der erlaubten Tempo 120. «Ich bin die ganze Zeit nur 130 gefahren», behauptete der 41-Jährige dennoch auf der Anklagebank.

Das hätte er wohl besser nicht getan, denn dem Gericht lag ein Video der Fahrt vor, weil Zivilbeamte dem halsbrecherischen Fahrer damals gefolgt waren und alles aufgezeichnet hatten. Als die Polizisten den Wagen dann in einem Tunnel rauswinken wollten, war der Fahrer ihnen zunächst auch brav gefolgt. Dann hatte er aber Gas gegeben und war im letzten Moment nach links auf die Autobahn zurückgezogen. Dabei hatte er ein Auto rechts auf dem Seitenstreifen mit geringem Abstand überholt und so fast einen Unfall verursacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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