Versuchte Tötungsdelikte in Dortmund: Verdächtige in U-Haft

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Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt. - © David Inderlied/dpa/Illustration
Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt. (© David Inderlied/dpa/Illustration)

Zwei Tatverdächtige sind nach versuchten Tötungsdelikten in einem Hotel und in einem Wohnhaus in Dortmund in Untersuchungshaft gekommen. Gegen eine 22 Jahre alte Frau werde wegen versuchten Mordes ermittelt, gegen einen 29-jährigen Mann wegen versuchten Totschlags, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Zwischen den beiden Fällen besteht kein Zusammenhang, sie hatten sich aber fast zeitgleich in der Nacht zu Sonntag ereignet.

Ein 58 Jahre alter Mann war stark blutend in einer Hotellobby zusammengebrochen, kurz darauf ließ sich die 22-Jährige mit einem Messer in der Hand widerstandslos festnehmen. Hotelgäste leisteten Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Notarztes, nach Behandlung in einer Klinik war das Opfer außer Lebensgefahr. Der Mann und die Angreiferin kannten sich, allerdings nicht näher und waren im Hotel verabredet, schilderte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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Die Tatverdächtige habe angegeben, keine Erinnerung an das konkrete Tatgeschehen zu haben. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es in Richtung Notwehr gegangen sei.

Bei dem 29-Jährigen gehen die Ermittler davon aus, dass er im Streit mit einem spitzen Gegenstand auf einen 25 Jahre alten Besucher einstach. Das Opfer kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus und war ebenfalls schnell außer Lebensgefahr. Dem mutmaßlichen Täter werde versuchter Totschlag vorgeworfen.

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