Rege Nachfrage zum Start des Deutschlandtickets in NRW

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Ein Mann sitzt an einem Bahnhof vor einem Regionalzug auf der Bank. - © Tom Weller/dpa/Symbolbild
Ein Mann sitzt an einem Bahnhof vor einem Regionalzug auf der Bank. (© Tom Weller/dpa/Symbolbild)

Das Deutschlandticket stößt bei den Fahrgästen in Nordrhein-Westfalen auf rege Nachfrage. In den wenigen Tagen seit dem Verkaufsstart am 3. April hätten sich NRW-weit bereits Tausende Kunden für das bundesweit im Nah- und Regionalverkehr der 2. Klasse gültige Ticket entschieden, berichteten Nahverkehrsunternehmen der Deutschen Presse-Agentur.

Hinzu kommen viele Abonnementkunden, die später auf das Deutschlandticket umgestellt werden - entweder, indem sie aktiv ihr Verkehrsunternehmen ansprechen oder automatisch, falls sie nicht widersprechen. Das Ticket kostet 49 Euro pro Monat und kann ab dem 1. Mai genutzt werden. Es wird im Abonnement mit monatlicher Kündigungsfrist angeboten.

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Die Rheinbahn in Düsseldorf meldete bis zum Gründonnerstag (6. April) rund 11.000 verkaufte Deutschlandtickets. Bei den Dortmunder Stadtwerken DSW 21 waren es bis Donnerstag 2200 neu verkaufte Tickets, bei der Ruhrbahn in Essen rund 1100 und bei den Stadtwerken Münster etwa 1000 Deutschlandtickets von Privatkunden.

«Wir sind mit dem Verkaufsstart des Deutschlandtickets zufrieden und freuen uns auf weitere neue Kundinnen und Kunden», sagte eine Sprecherin der Rheinbahn. Die Kundencenter meldeten «positive Rückmeldungen seitens der Fahrgäste und großes Interesse am Ticket». Vor allem kleinere und größere Firmen hätten ein «erhöhtes Interesse» am Jobticket, das bei entsprechendem Arbeitgeberzuschuss für 34,30 Euro und weniger zu bekommen ist, sagte eine Sprecherin von DSW 21. Hier werde ein «deutlicher Zuwachs» erwartet.

Bundesweit hatte der Branchenverband der Verkehrsunternehmen VDV rund 5,6 Millionen Neukundinnen und Neukunden prognostiziert. In den Bussen, Bahnen und Regionalzügen in NRW werde es trotz des Zuwachses voraussichtlich dennoch nicht übervoll werden, sagten die Sprecher der NRW-Verkehrsunternehmen.

«Basierend auf unseren Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket gehen wir davon aus, dass unsere Kapazitäten ausreichen, wenn viele neue Fahrgäste durch das Deutschlandticket hinzukommen», sagte die Rheinbahn-Sprecherin. «Wir rechnen ab Mai mit einer stärkeren Fahrzeugauslastung. Da wir durch die Pandemie allerdings das Fahrgastvolumen wie zu Zeiten von vor Corona noch nicht erreicht haben, gehen wir derzeit davon aus, dass unsere Kapazitäten das Mehraufkommen an Fahrgästen auffangen werden», sagte eine Sprecherin der Ruhrbahn.

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