Vorhang auf für die Kultur: Die Sterne des Jahres

Lippische Landes-Zeitung, Neue Westfälische und Haller Kreisblatt vergeben Auszeichnungen

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Teda Wellmer (1. Reihe v. l.), Martin Kroker, Johannes Meyer, Christoph Stiegemann, Wolfgang Walter, Ludger Böckenhoff, David Riedel, Heidi Kommerell; Christa Brüning (2. Reihe v. l.), Gesine Klack, Kerstin Walter, Horst Grabenheinrich, Achim und Johannes Lübbering, Frank Zucht, Kristina Stella, Detlev Kopp, Randall Nordstrom; Nico Bein (3. Reihe v. l.), Markus Freise, Marc-Oliver Schuster, Sven Stickling, Karsten Strack, Carsten Unger und Claudia Konrad. - © FOTO: SARAH JONEK
Teda Wellmer (1. Reihe v. l.), Martin Kroker, Johannes Meyer, Christoph Stiegemann, Wolfgang Walter, Ludger Böckenhoff, David Riedel, Heidi Kommerell; Christa Brüning (2. Reihe v. l.), Gesine Klack, Kerstin Walter, Horst Grabenheinrich, Achim und Johannes Lübbering, Frank Zucht, Kristina Stella, Detlev Kopp, Randall Nordstrom; Nico Bein (3. Reihe v. l.), Markus Freise, Marc-Oliver Schuster, Sven Stickling, Karsten Strack, Carsten Unger und Claudia Konrad. (© FOTO: SARAH JONEK)
Die Sterne des Jahres - © Kultur
Die Sterne des Jahres (© Kultur)

Bielefeld. Die Kultur stand Montagabend im Zentrum. Vor mehr als 300 Gästen zeichneten die Neue Westfälische, die Lippische Landes-Zeitung und das Haller Kreisblatt in der Bielefelder Hechelei 25 Kulturmacher mit den Sternen des Jahres für ihr künstlerisches und kulturelles Engagement aus.

Stefan Brams, Leiter der NW-Kulturredaktion, betonte in seiner Begrüßungsrede: "Dass in unserer Region trotz enger werdender Rahmenbedingungen immer wieder neue, herausragende kulturelle Projekte entstehen, verdanken wir Menschen wie Ihnen, die sich unermüdlich für die Kultur engagieren." Dafür gebühre eigentlich jedem und jeder im Saal jeden Tag ein Stern.

Seit nunmehr neun Jahren vergeben die drei ostwestfälisch-lippischen Zeitungen wöchentlich ihre Sterne der Woche und einmal im Jahr die Sterne des Jahres, mit denen sie kulturelle Spitzenleistungen auszeichnen.

Auszeichnungen gingen für 2013 an:

Teda Wellmer, Vorsitzende des Vereins "Frauen für Lemgo", der kulturelle Belange in der alten Hansestadt Lemgo unterstützt und seit 1996 allein durch ehrenamtliches Engagement 200.000 Euro für Projekte zur Verfügung gestellt hat.

Martin Kroker, Johannes Meyer, Christoph Stiegemann und Wolfgang Walter für die große Credo-Ausstellung in Paderborn über die Christianisierung Europas, die mehr als 110.000 Besucher anzog und Maßstäbe setzte.

Ludger Böckenhoff aus Detmold, der mit seinem Klassiklabel "audite" Maßstäbe in Sachen Qualität setzt, um den Hörern musikalisch-emotionales Erleben in seiner bestmöglichen Form zu bieten.

David Riedel, Leiter des Böckstiegelhauses, der das Museum und Geburtshaus Böckstiegels mit einem kleinen, aber feinen Ausstellungskonzept zu neuem Leben erweckt hat.

Heidi Kommerell, Pianistin, Musikhistorikerin und Projektmacherin, für ihren intensiven Liederabend mit Tanz, der an Alma Rosé, die Leiterin des Frauenorchesters in Auschwitz, erinnerte.

Christa Brüning, Gesine Klack und Kerstin Walter, die unter dem Titel "Versmold liest Gedichte" zwei Wochen lang mehr als 1.000 Bürger mit Lesungen an ungewöhnlichen Orten für die Lyrik begeistert haben.

Horst Grabenheinrich, Achim und Johannes Lübbering sowie Frank Zucht für das Projekt "Kunst und Arbeit", mit dem sie das Unternehmen Lübbering in Herzebrock in ein Gesamtkunstwerk verwandelt haben.

Herausgeberin Kristina Stella und Aisthesis-Verleger Detlev Kopp für die Veröffentlichung des intensiven Briefwechsels zwischen den Autoren Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann unter dem Titel "Wär schön gewesen!".

Kontrabassist Randall Nordstrom von der NWD und seine "verrückte Idee", HK Grubers "Frankenstein" mit einem eigens gegründeten Ensemble auf die Bühne des alten Güterbahnhofs in Herford zu bringen - ohne öffentliche Förderung -, um die Neue Musik in der Region zu beleben.

Nico Bein, Markus Freise, Marc-Oliver Schuster, Sven Stickling und Karsten Strack, die in Bielefeld die deutschsprachige Meisterschaft im Poetry Slam organisiert haben und seit Jahren mit dazu beitragen, dass die Region zu einer echten Hochburg des Poetry Slam in Deutschland werden konnte.

Regisseur Carsten Unger aus Gütersloh für seinen Debütfilm "Bastard", der eine starke Geschichte von zwei wütenden Kindern, die mit allen Mitteln wahrgenommen und geliebt werden wollen, sensibel, souverän und spannungsreich erzählt.

Claudia Konrad, Geschäftsführerin des Kulturkreises Höxter, die die Bewerbung von Schloss Corvey als Weltkulturerbe zu einer Bürgerbewegung gemacht hat, so dass der Antrag nun der UNESCO als einziger aus Deutschland zur Entscheidung vorliegt - nach 14 Jahren Vorarbeit.

In Filmen, Bildershows und Laudationes wurden die Kulturmacher und ihre Arbeit am Montagabend von Stefan Brams gewürdigt. NW-Geschäftsführer Wolfgang Kaeller versicherte: "Auch 2015 wird es wieder ein Sternefest geben. Das ist dann das zehnte. Ein kleines Jubiläum, auf das wir uns ganz besonders freuen." Die Kulturszene hörte es gerne und nutzte den Abend zum Gedankenaustausch und zum Feiern.

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