Rechtsextremistische Partei „Die Rechte“ jetzt auch in OWL

Bielefelder Sascha Krolzig ist Vorsitzender

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Die Partei "Die Rechte" könnte demnächst auch in OWL auf die Straße gehen. - © dpa
Die Partei "Die Rechte" könnte demnächst auch in OWL auf die Straße gehen. (© dpa)

Bielefeld. In OWL hat sich ein Kreisverband der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte" gegründet. Vorsitzender ist Sascha Krolzig (38) aus Bielefeld. Krolzig, der nach Medienberichten führendes Mitglied der 2012 verbotenen „Kameradschaft Hamm" war, ist mehrfach vorbestraft wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Stellvertretender Vorsitzender ist der Bielefelder Tim Sauer (24). Außerdem wurden zwei Beisitzer gewählt, darunter Stefan Koch (54) aus Löhne. Krolzig ist laut Wikipedia auch Beisitzer im Bundesvorstand von „Die Rechte". In den Stadträten Dortmund und Hamm ist die „Rechte" mit jeweils einem Sitz vertreten.

Krolzig kündigte an, sogenannte "Schulhof-CDs" der "Rechten" an Schulen in Ostwestfalen verteilen zu wollen. Außerdem werde es eine Neuauflage von Flugzetteln der Asyl-Situation geben, die in fünfstelliger Auflage produziert werde. Im Frühjahr werde man sich außerdem mit "Informationsständen, Mahnwachen und anderen öffentlichen Ereignissen" in OWL "zu Wort melden". Was Krolzig unter "Öffentlichen Ereignissen" versteht, ließ er offen. Allerdings kündigte er an: "Wir werden in der nächsten Zeit noch für einige Überraschungen soregn, was alle Patrioten freuen und unseren politischen gegner die Zornesröte ins Gesicht treiben wird."

In Dortmund haben die Rechtsextremisten immer wieder für Polizeieinsätze gesorgt. So versuchten Aktivisten der Partei, darunter auch der in Rat gewählte Siegfried Borchardt ("SS-Siggi") am Abend der Kommunalwahl in Dortmund, die Wahlparty im Rathaus zu stürmen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, einer der Aktivisten wurde schließlich zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Der Verfassungsschutz NRW zählte die Partei "Die Rechte" zuletzt weiterhin zu den Neonazis.

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