Stipendiaten bei den "Studienfonds OWL" ausgezeichnet

Ivonne Michel

  • 0
FH-Präsidentin Ingeborg Schramm-Wölk (3.v.l.), die Stipendiatinnen Anna Borsdorf (v.l.), Irena Josifoska, Fabia Meyer, Katja Urhahne (Studienfonds OWL) und Förderer Hermann Vogel bei der Feier. - © Christian Weische
FH-Präsidentin Ingeborg Schramm-Wölk (3.v.l.), die Stipendiatinnen Anna Borsdorf (v.l.), Irena Josifoska, Fabia Meyer, Katja Urhahne (Studienfonds OWL) und Förderer Hermann Vogel bei der Feier. (© Christian Weische)

Bielefeld. „Bleiben Sie weiter so engagierte Überzeugungstäter", appellierte Hermann Vogel als Vertreter der Förderer in seinem Grußwort an die Studenten. 220 neue Stipendiaten der Stiftung Studienfonds OWL erhielten am Mittwochabend bei der feierlichen Vergabe in der Fachhochschule Bielefeld ihre Urkunden. Sie hatten im Anschluss auch Gelegenheit, erste Kontakte zu Förderern und anderen Geförderten zu knüpfen.

Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld und Vorstandsmitglied des Studienfonds OWL, begrüßte die insgesamt rund 650 Gäste im Audimax und in drei weiteren zugeschalteten Hörsälen auf dem neuen FH-Campus. Sie dankte den aktuell 140 Förderern für ihr Engagement. „Ich darf tolle neue Nachrichten verkünden: Insgesamt konnten wir jetzt 440 Stipendien vergeben", berichtete sie. Ihr Dank gelte auch den 130 ehrenamtlichen Kommissionsmitgliedern, die rund 1.250 Bewerbungen gesichtet haben.

Knapp 400 Deutschlandstipendien und 40 Sozialstipendien vergibt die hochschuleigene Stiftung an den Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie der Hochschule für Musik Detmold im Studienjahr 2017/18. Damit verausgabt sie rund 1,46 Millionen Euro, die durch Spenden zahlreicher Förderer aus Unternehmen, Stiftungen, Kommunen und Vereinen sowie von Privatspendern ermöglicht werden.

„Wir wollen alle Studienrichtungen ansprechen und freuen uns, wenn die Förderer nicht nur fachgebunden, sondern auch ungewidmet und unabhängig von Studiengang unterstützen", sagte Julia Kralemann, stellvertretender Geschäftsführerin der Stiftung.

Studierende aller Fachrichtungen, die durch Leistung und Engagement überzeugen, haben eine Chance auf ein Deutschlandstipendium. Auch die Überwindung von Hürden im Lebenslauf wird positiv berücksichtigt. Die Stipendiaten erhalten monatlich 300 Euro und Zugang zu einem umfassenden ideellen Förderprogramm. Dazu gehören Workshops, Unternehmensbesichtigungen, Kaminabende, Projekte und kulturelle Veranstaltungen.

„Eine ideale Chance für Geförderte, sich untereinander und auch mit den Förderern zu vernetzen, das sollte jeder nutzen", sagte Ingeborg Schramm-Wölk. Außerdem werden in diesem Jahr 40 Sozialstipendien aufgrund einer besonderen finanziellen Bedürftigkeit vergeben. Die Studierenden erhalten 1.000 Euro pro Jahr und partizipieren ebenfalls am ideellen Förderprogramm.

Das Stipendium ist nicht nur eine Auszeichnung für die sehr guten Schul- und Studienleistungen, sondern auch für das ehrenamtliche Engagement. Fabia Meyer, Stipendiatin der Fachhochschule Bielefeld, dankte den Unterstützern im Namen aller Stipendiaten. Sie studiert Modedesign im siebten Semester, engagiert sich als Theaterbotschafterin und konnte sich über die Verlängerung ihres Stipendiums freuen.

Im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms wird jede Spende für ein Stipendium vom Bund verdoppelt. In Berlin liegen Gelder für fast 900 Stipendien an den fünf OWL-Hochschulen bereit. Der Studienfonds OWL wünscht sich deshalb noch mehr Freunde und Förderer der guten Sache. Zum zehnjährigen Bestehen wurde dafür die Kampagne „OWL gebraucht seinen Kopf" gestartet.

Information

"OWL gebraucht seinen Kopf"

  • 2016 startete die Stiftung der staatlichen Hochschulen in OWL, der Studienfonds OWL, zum zehnjährigen Bestehen die Kampagne „OWL gebraucht seinen Kopf".

  • Ziel war und ist es, weitere Förderer zu gewinnen. So konnten bisher über 130 zusätzliche Stipendien vergeben werden.

  • Jeder kann jederzeit zum Förderer der Stiftung werden und Studenten gezielt unterstützen.

  • Der Förderanteil für ein Deutschlandstipendium beträgt jährlich 1.800 Euro, der Staat verdoppelt auf 3.600 Euro.
Infos: www.studienfonds-owl.de/
;foerderer

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gltigen LZ-Plus-Zugang mglich. Jetzt testen!