Streit um Nationalpark Senne geht in die nächste Runde

Carolin Nieder-Entgelmeier

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Eine schützenswerte Landschaft: Die Senne auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes hat Seltenheitswert. - © Dr. Günter Bockwinkel
Eine schützenswerte Landschaft: Die Senne auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes hat Seltenheitswert. (© Dr. Günter Bockwinkel)

Paderborn. Der Streit um die Gründung eines Nationalparks Senne hält an: Während die FDP die Streichung des Nationalparks aus dem Landesentwicklungsplan (LEP) für die zweite Jahreshälfte anstrebt, kämpfen die Fürsprecher gegen eine Änderung des LEP. Sie wollen die Option erhalten, weil offen sei, wie lange das britische Militär den Truppenübungsplatz nutzen will.

In der Bevölkerung in NRW stößt die Gründung eines Nationalparks Senne auf große Zustimmung. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag von vier großen Umweltorganisationen durchgeführt hat. Demnach finden 85 Prozent der Befragten die Einrichtung eines Nationalparks gut. Die FDP in OWL bewertet die Umfrage als tendenziös. „Wichtig ist, dass der Bevölkerung auch die Folgen der Gründung eines Nationalparks deutlich gemacht werden, wie zum Beispiel die ungewisse Zukunft des Bundeswehr-Standorts Augustdorf“, erklärt der Vorsitzende des FDP-Bezirksverbands OWL, Frank Schäffler.

Die Grünen-Politiker aus OWL kritisieren diese Äußerungen: „Der FDP fällt es schwer, die positive Haltung so vieler Menschen in der Region zu einem Nationalpark zu akzeptieren. Die in kürzester Zeit eingesammelten 15.000 Unterschriften für einen Nationalpark sprechen eine eigene Sprache“, erklärt die Paderborner Landtagsabgeordnete der Grünen, Sigrid Beer. „Wenn die FDP Unverständnis dafür hat, dass der Nationalpark überhaupt noch diskutiert wird, erkennen sie nicht das Bedürfnis vieler Menschen, diesen einzigartigen Naturraum erleben und zugleich schützen zu wollen.“

Gegen die Streichung der Nationalpark-Option aus dem LEP haben Initiator Fritz Buhr und seine Unterstützer bis zum Ende der Einwendungsfrist am 15. Juli 17.000 Einwendungen gesammelt. „Die meisten Unterzeichner stammen aus OWL“, erklärt Buhr. „Umfrage und Unterschriftensammlung bestätigen, dass sich die Menschen in OWL für die Zukunft nicht mehr das Militär, sondern einen Nationalpark in der Senne wünschen.“

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