Unbekannter tötet Katze mit Kopfschuss - Halterin kamen bereits mehrere Katzen abhanden

Ilja Regier

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Ein Unbekannter hat die Katze von Alexandra Schmiedel mit einer Waffe getötet. - © pr
Ein Unbekannter hat die Katze von Alexandra Schmiedel mit einer Waffe getötet. (© pr)
Das Röntgenbild zeigt das Projektil. - © pr
Das Röntgenbild zeigt das Projektil. (© pr)

Petershagen-Ovenstädt. Seit einem Jahr verschwinden die Katzen von Alexandra Schmiedel. Von den meisten der Vierbeiner fehlt jede Spur. Nun hat sie am vergangenen Freitag das dritte tote Tier mit einer Verletzung an der Stirn am Straßenrand gefunden. Einen Zusammenstoß mit einem Auto schließt sie aus und bringt den Körper zu einem Tierarzt, der ihre Vermutung bestätigt: Die zweijährige Katze mit dem Namen Schiefhals starb an den Folgen eines Schusses. Vermutlich brachte sie jemand aus kurzer Distanz mit einer Waffe um.

„Im Kopf von Schiefhals steckte ein Projektil, das auch den Kehlkopf beschädigte", berichtet Schmiedel. Auf dem Röntgenbild ist das Geschoss im Halsbereich zu sehen. Die Besitzerin informierte sich im Bekanntenkreis und meint, dass das etwa sechs Millimeter große Projektil aus einer Schusswaffe stammen könnte. Ob die Katze am Fundort, an der Straße Alter Postdamm, starb? Das glaubt Schmiedel nicht. „Sie wurde woanders getötet." Bei der Polizei erstattete sie Anzeige gegen Unbekannt.

Ursprünglich liefen 13 Katzen auf dem Hof von Schmiedel herum. Sie alle waren registriert und kastriert. Mittlerweile zählt die Ovenstädterin nur noch zwei Tiere und hat Angst, dass ihnen einen ähnliches Schicksal wie Schiefhals drohen könnte.

Auf Facebook warnt sie andere Katzenbesitzer und hofft, dass sich Zeugen finden. Ihren Beitrag teilten Nutzer bisher mehr als 500 mal. In den mehr als 80 Kommentaren zeigen sich Menschen entrüstet über die Tat. „Man schämt sich ja schon fast, ein Mensch zu sein", schreibt eine Frau. „Wer ist so krank, dass er wehrlose Katzen abknallt?", fragt sich eine andere. Einige mutmaßen, dass Jäger das Tier erschossen haben könnten.

Ralf Steinmeyer, Pressesprecher der Kreispolizei, bestätigt die eingegangene Anzeige. Hat die Zahl der Angriffe auf Tiere in der Vergangenheit zugenommen? „Wir können das nicht beurteilen, weil solche Anzeigen unter Sachbeschädigung laufen", sagt Steinmeyer. Zwar sei es unwahrscheinlich, die Täter zu finden, dennoch sollten derartige Verletzungen bei der Polizei gemeldet werden, empfiehlt der Pressesprecher.

Die Attacken auf die Tiere von Alexandra Schmiedel sind keine Einzelfälle. Wie das MT berichtete, verletzten Unbekannte mit einem Luftgewehr jüngst den Kurzhaardackel Spencer in Hille-Holzhausen oder eine Taube mit Pfeilen in der Mindener Innenstadt. Beide überlebten.

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