Schlägerei auf Bali: Auf Gütersloher wartet schon der nächste Prozess

Jemima Wittig

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Bali-Prozess: Giuliano Lemoine ist gerade erst nach Gütersloh zurück gekehrt. Jetzt muss er sich dort vor dem Jugendrichter verantworten. - © NW
Bali-Prozess: Giuliano Lemoine ist gerade erst nach Gütersloh zurück gekehrt. Jetzt muss er sich dort vor dem Jugendrichter verantworten. (© NW)

Gütersloh. Nach rund eineinhalb Jahren Haft auf Bali ist der 22-jährige Giuliano Lemoine erst vor wenigen Tagen in seine Heimat Gütersloh zurückgekehrt. Hier wartet jedoch bereits das nächste Gerichtsverfahren.

Im August 2016 soll er vor der Bielefelder Diskothek „Café Europa" in eine Schlägerei verwickelt worden sein. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte ihn 2017 daraufhin wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Da Lemoine bereits in Bali im Gefängnis saß, wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Jetzt hat das Amtsgericht Gütersloh es wieder aufgenommen. Der dortige Jugendrichter werde zunächst die Staatsanwaltschaft anhören, sagte Oberstaatsanwalt Udo Vennewald. Eventuell würden noch ergänzende Ermittlungen gegen Mittäter eingeleitet.

17 Monate Haft in Bali

Lemoine hat gerade erst die Haft in Indonesien überstanden. Im März 2017 geriet er bei einem Urlaub auf Bali in eine Schlägerei, bei dem das Opfer, ein 49-jähriger Chinese, auf den Bürgersteig fiel und wenige Tage später an Gehirnblutungen verstarb. Das Gericht verurteilte ihn im September zu 18 Monaten Haft.

In der Haftanstalt Kerobokan habe er sich nach eigenen Angaben mit etwa 15 „Mördern, Vergewaltigern, Schwerstverbrechern" eine Zelle geteilt - mit nur einem Klo und Gemeinschaftsdusche.

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