Ideen für eine bessere Natur polarisieren beim Carolinen-Umweltpreis

Matthias Bungeroth

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Juroren für den Carolinen-Umweltpreis 2018: Thomas Seim, Heike Wüllner, Britta Haßelmann, Jeff Saibene und Birgitt Riegraf (v. l.).  - © Wolfgang Rudolf
Juroren für den Carolinen-Umweltpreis 2018: Thomas Seim, Heike Wüllner, Britta Haßelmann, Jeff Saibene und Birgitt Riegraf (v. l.).  (© Wolfgang Rudolf)

Bielefeld. In Ostwestfalen-Lippe gibt es zahlreiche Ideen für eine bessere Umwelt. Dieser Eindruck bestimmte die Sitzung der Jury des Carolinen-Umweltpreises 2018. „Ich bin begeistert von den Beiträgern der Teilnehmer in diesem Jahr", sagte Heike Wüllner, Beiratsvorsitzende des Unternehmens Mineralquellen Wüllner. Gut 65 Bewerbungen gingen diesmal für die begehrte Trophäe aus der gesamten Region ein. Unter ihnen viele, deren Ideen von großer Nachhaltigkeit zeugen. In die Projekte bringen sich Kinder, Jugendliche, ganze Familien oder Bürgerschaften ein.

Sie alle zeigten, dass man schon im Kleinen viel Positives für die Natur bewirken könne, so Wüllner. Es seien „Mosaiksteine, die wachrütteln". Ähnlich sah es Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn und ebenfalls Jurymitglied. „Ich finde alle Projekte großartig", sagte sie. Deshalb falle es ihr auch schwer, die Preisträger auszuwählen.

Das ging den weiteren Mitgliedern der Jury nicht anders. Dies waren Britta Haßelmann (Grüne), Bundestagsabgeordnete aus Bielefeld, Jeff Saibene, Trainer des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld und Thomas Seim, Chefredakteur der Neuen Westfälischen, der als Gastgeber die Jurysitzung leitete. Haßelmann war der Sitzung in Bielefeld diesmal aus dem Sitzungssaal ihrer Fraktion in Berlin zugeschaltet.

Nach langwieriger, konstruktiver Diskussion einigten sich die Jurymitglieder schließlich auf die Preisträger des Jahres 2018. Sogar ein Sonderpreis soll diesmal vergeben werden, da einige der Finalisten in der Qualität ihrer Beiträge sehr dicht beieinander liegen, wie sich die Jurymitglieder einig waren. Der Carolinen-Umweltpreis 2018 soll am Dienstag, 13. November, in Bielefeld vergeben werden. Dann wird das Rätsel der Gewinner gelöst.

In die Endauswahl kamen zehn Beiträge, die wir bis zur Preisverleihung auch noch ausführlich vorstellen werden. Um den Schleier ein wenig zu lüften, nennen wir an dieser Stelle die Projekte, unter denen die Jury ihre Auswahl getroffen hat. Die Reihenfolge dieser Aufzählung lässt aber keinen Schluss darauf zu, welche dieser Projekte mit Preisen bedacht werden.

Das sind die Top Ten

  • Projekt Naturbuch: Der Löhner Karl Heinz Niehus arbeitet seit mehr als zehn Jahren an der Entwicklung von Büchern zu den Themen Natur und naturnahe Gärten.
  • Familie Kroeger: Die Espelkamper Familie hat einen konventionellen Bauernhof in einen Biohof verwandelt. Es werden Obst angebaut, kleine Wälder und Blühstreifen angelegt sowie der Versuch unternommen, möglichst autark zu leben.
  • Umweltgruppe des Pelizaeus-Gymnasiums Paderborn: Unter diesem Namen arbeitet seit Jahren eine jahrgangsstufenübergreifende Schülergruppe der Klassen 5 bis 12. Sie engagiert sich in verschiedenen Umweltprojekten.
  • Projekt Bisela: Unter diesem Titel verleiht der Bielefelder Verein Transition Town Bielefeld kostenlos Lastenfahrräder für alle Bürgerinnen und Bürger.
  • Dorfgemeinschaft Liemke: In diesem Ortsteil von Schloß Holte-Stukenbrock haben sich Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden. Sie haben viele Aktionen gestartet. Unter anderem wurde ein 3.500 Quadratmeter großes, naturnahes Areal geschaffen – die Wapelaue.
  • Projekt „Food Revolution OWL": Diese im Verein Art at Work organisierte Künstlerinitiative aus Bielefeld startet weltweit Umweltschutz- und Menschenrechtsprojekte.
  • Faba Naturprojekt: Seit zwölf Jahren unterstützt die Gütersloher Familie Bethlehem mit diesem Projekt Kinder im Grundschulalter. In den betreffenden Familien gibt es eine Belastung durch eine psychische Erkrankung.
  • Projekt „Duddenloch": Die NABU-Gruppe Blomberg im Kreis Lippe entwickelt dort seit 40 Jahren ein Feuchtgebietssystem. Damit sollen Lebensräume erhalten und neu gestaltet werden.
  • Umweltbildungsinitiative OWL: Dieser Paderborner Verein will den Menschen einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen vermitteln.
  • Weidegemeinschaft Sommersell: Dieser Verein betreibt Landschaftspflege im Nieheimer Land und der Steinheimer Börde. Dieses Ziel soll vor allem durch die Zucht seltener Haustierrassen, wie Schafe und Ziegen und deren extensive Beweidung erreicht werden.

Information

Der Carolinen-Umweltplreis

Der Carolinen-Umweltpreis und diese Zeitung vergeben 2018 zum zweiten Mal den Carolinen-Umweltpreis. Unter dem Motto „Unsere Zukunft – Ihr Projekt!" suchen wir Initiativen und Engagement aus der Region für die Region. Bis zum 30. September konnte sich jeder per E-Mail bei bewerben. Eine unabhängige Expertenjury hat die Gewinner ermittelt und wird die Preise am 13. November 2018 übergeben.
Als Prämien gibt es 5.000 Euro für den ersten, 3.000 Euro für den zweiten und 2.000 Euro für den dritten Preis. Die Preisverleihung findet in der Carolinen-Verwaltung in Bielefeld statt.

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