Knutschkugel: Artega will das E-Stadtauto Karolino im Oktober bringen

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So soll der kleine Karolino künftig im Showroom bei Artega in Delbrück präsentiert werden. - © Artega
So soll der kleine Karolino künftig im Showroom bei Artega in Delbrück präsentiert werden. (© Artega)

Delbrück. Klaus Dieter Frers will  seine Pläne für ein kleines Elektroauto aus dem Hause Artega nun wahrmachen: Das Delbrücker Unternehmen werde im Oktober 2019  "mit der Auslieferung des Karolinos, einem weiterentwickelten Schwestermodell des Elektromobils Microlino, beginnen",  teilte die Delbrücker Autoschmiede nun mit.

Die Pilotproduktion des kleinen Stadtflitzers im Design der 50er Jahre sei im Artega-Werk erfolgreich angelaufen, so das Unternehmen.  "Den Karolino nennen wir liebevoll 'das Autochen'", sagt Frers. Der Kleinstwagen sei das perfekte Stadtauto: elektrisch, stylish und hochwertig, wirbt der Unternehmer.

Mit den Microlino-Erfindern herrscht Uneinigkeit über Qualität

Artega hatte erst im November 2018 das Microlino-Projekt und einige Vorserienfahrzeuge von der italienischen Tazzari-Gruppe übernommen. Artega habe den Microlino zur Serienreife weiterentwickelt, Anfang 2019 sollte der Produktionsstart sein, die Auslieferung sollte eigentlich inzwischen laufen. Doch mit der Schweizer Erfinderfamilie Ouboter konnte sich Frers bisher nicht über die geforderte Qualität einigen, wie beide Seiten grundsätzlich bestätigten.  Unterschiedliche Darstellungen gibt es zu der Frage, um welche Punkte es bei dem Streit genau geht.

Frers hat die Unzufriedenheit der Schweizer zurückgewiesen: "Wir haben den Karolino gegenüber dem damaligen Entwicklungsstand des Microlinos in mehr als 150 technischen Punkten verbessert", betont der Ostwestfale. Chassis und Fahrwerk seien "im Sinne höherer Steifigkeit bei geringerem Gewicht und deutlich verbesserten Fahr- und Bremseigenschaften neu konstruiert" worden. Die Optik sei hochwertiger und auch der Innenraum sei überarbeitet worden.

Frers spricht von einem "elektrischen Kultauto"

Der Artega-Chef, der zugleich Mehrheitsaktionär und Vorstandschef des Autozulieferers Paragon KGaA ist und Aufsichtsratschef der Tochterfirma Voltabox AG, spricht bereits von einem "elektrischen Kultauto". Anfangs werde eine Ladezeit von zwei Stunden (für 80 Prozent Ladung) ausreichen, die Ladezeit solle später auf eine Stunde sinken. Das Auto werde "das beste Fahrzeug seiner Klasse", wirbt Frers.

Artega werde in Europa exklusiver Hersteller des Microlinos bleiben, den dann die Schweizer Micro Mobility Systems AG vertreiben werde, heißt es weiter aus Delbrück.  Der Karolino wiederum werde im September auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt vorgestellt. Der Wagen könne dann im Markenzentrum bei Artega in Delbrück erworben werden oder in einem der geplanten Regionalzentren in deutschen Großstädten. Interessenten sollen schon in den kommenden Wochen über das komplette Angebot und den Bestellpreis informiert werden.

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