Schwerer Unfall mit Streifenwagen in Gütersloh - Gafferin macht Fotos

Andreas Eickhoff

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Polizei (© Symbolbild LZ)

Gütersloh. Bei einem Unfall mit einem Streifenwagen in Gütersloh sind drei Menschen, darunter zwei Polizeibeamte, verletzt worden. Laut Polizei war die Streife mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs zu einem Unfall auf dem Stadtring Sundern in der Nähe des Freizeitbades „Die Welle".

Der 35-jährige Fahrer des Streifenwagens war mit seiner Kollegin (30) an der Wache in Gütersloh gestartet, um die Kreuzung von Westring und Herzebrocker Straße geradeaus in Richtung Innenstadt überqueren. Vor der Ampel hatte sich im Berufsverkehr ein Stau gebildet, an dem der Beamte vorbei- und dann in den Kreuzungsbereich einfuhr.

Straßenschilder und Fahrzeugteile wirbelten durch die Luft

Die Mehrzahl der Autofahrer hatte nach Polizeiangaben die Situation erkannt und angehalten, um dem Streifenwagen die Durchfahrt zu ermöglichen. Dennoch kam es zum Zusammenstoß mit dem VW Golf einer 54-jährigen Frau aus Beckum, die auf dem rechten Fahrstreifen der B 61 in Fahrtrichtung Bielefeld unterwegs war.

Der Golf prallte augenscheinlich auf die Hinterachse der Beifahrerseite, dadurch geriet der Streifenwagen in eine Rotationsbewegung und schleuderte mit dem Heck zunächst gegen ein Straßenschild und anschließend gegen einen Ampelmast auf der Mittelinsel. Der Ampelmast kippte um, Straßenschilder, Fahrzeugteile und andere Gegenstände wirbelten meterweit durch die Luft. Dabei wurde unter anderem noch ein weiterer Golf beschädigt, der vor der roten Ampel stand.

Massive Verkehrsbehinderungen

Für die Dauer der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Herzebrocker Straße stadteinwärts komplett, stadtauswärts konnten Verkehrsteilnehmer nur nach rechts Richtung Bielefeld abbiegen. Dadurch kam es im morgendlichen Berufsverkehr an einer der größten Kreuzungen Güterslohs zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Die Verletzten wurden von den Besatzungen dreier Rettungswagen sowie des Notarzteinsatzfahrzeuges behandelt, ehe sie zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Die 54-jährige Frau wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Der 35-jährige Fahrer des Streifenwagens sowie seine 30-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Nur mit starken Nerven zu ertragen

Bei dem anderen Unfall, der sich vor der Welle auf dem Stadtring Sundern ereignet hatte, wurden zwei Personen verletzt. Die Unfallaufnahme wurde durch eine andere Streifenwagenbesatzung erledigt. Was sich während der Unfallaufnahme auf der Kreuzung abspielte, war für die beteiligten Einsatzkräfte nur mit starken Nerven zu ertragen.

Eine Autofahrerin, die aus der Herzebrocker Straße links auf den Westring abbiegen wollte, missachtete die Vorfahrt eines entgegenkommenden VW Bulli. Es kam zum Zusammenstoß, verletzt wurde glücklicherweise niemand und der Schaden war relativ gering.

Mit dem Fahrrad unterm Arm über die Straße

Fahrradfahrer, die stadtauswärts unterwegs waren, wurden von Polizeibeamten gebeten, bis zum Pavenstädter Weg zu fahren, um dort bei funktionierender Ampel sicher die vierspurige Straße überqueren zu können. Einige ignorierten diesen gut gemeinten Ratschlag, nahmen kurzerhand ihre Fahrräder unter den Arm und liefen damit über die Straße. Ein junger Golf-Fahrer war von Polizisten aufgefordert worden, sein Fahrzeug zu stoppen und einige Augenblicke zu warten.

Das war offenbar zu viel verlangt. Statt zu warten, gab er in einer für ihn günstigen Gelegenheit kräftig Gas und setzte seine Fahrt fort. Dabei gefährdete er sich und andere – beinahe wäre es dabei zu einem weiteren Unfall gekommen.

Schon fast normal das Verhalten einer Radfahrerin: Sie stieg ab, zog ihr Smartphone aus der Tasche und hielt damit das Geschehen fest. Auf ihr Verhalten von einer Passantin angesprochen, ging sie zwei Meter weiter und setzte ihre Aufnahmen fort.

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