Vierzig Verletzte bei Busunfall auf der A44

Ralph Meyer

Bei einem Busunfall auf der A44 in Höhe Meerhof und Blankenrode wurden alle Insassen verletzt. - © Ralph Meyer
Bei einem Busunfall auf der A44 in Höhe Meerhof und Blankenrode wurden alle Insassen verletzt. (© Ralph Meyer)

Bad Wünnenberg/Marsberg. Bei einem schweren Busunglück auf der Autobahn 44 in Höhe Blankenrode/Meerhof sind in der Nacht zu Sonntag zehn Menschen schwer verletzt worden, darunter die zwei Fahrer. 30 weitere Fahrgäste wurden leicht verletzt Für die Feuerwehren und Rettungsdienste aus den Kreisen Paderborn, Höxter, Soest und dem Hochsauerlandkreis wurde Großalarm wegen eines Massenanfalls an Verletzten ausgelöst. Weit über 100 Helfer waren stundenlang im Einsatz.

Gegen 0.50 Uhr kam nach Auskunft der Feuerwehr ein mit 38 Fahrgästen und zwei Fahrern besetzter Reisebus aus Hameln auf der Fahrt in Richtung Kassel kurz hinter der Anschlussstelle Lichtenau nach rechts von der Fahrbahn ab. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern mähte das schwere Fahrzeug im Grünstreifen zahlreiche Warnschilder für eine Baustelle nieder. Im Bereich einer Straßenbrücke lenkte der 52-jährige Fahrer den Bus zurück auf die Fahrbahn. Dabei verlor er die Kontrolle über den Bus, der anschließend auf die rechte Seite kippte und auf dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen liegen blieb.

Grroßallarm für Massenunfall mit Verletzten

Dabei wurden acht Fahrgäste und die beiden Fahrer schwer, die übrigen 30 Fahrgäste verletzten sich leicht. Die Feuerwehren aus Meerhof, Bad Wünnenberg und Lichtenau rückten umgehend mit starken Kräften zur Unfallstelle aus. Parallel dazu löste die Leitstelle im Kreis Paderborn Großalarm für die Rettungskräfte unter dem Stichwort "Massenanfall an Verletzten" aus. Neben dem Leitenden Notarzt Ingo Christiansen rückten sieben Notärzte, mehr als 20 Rettungs- und Krankentransportwagen sowie die Einsatz- und Transportzüge des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter aus dem Kreis Paderborn und dem Hochsauerlandkreis auf die Autobahn aus.

Als die ersten Kräfte an der Unfallstelle eintrafen, stellte Einsatzleiter Alfons Kleffner von der Feuerwehr Meerhof erleichtert fest, dass im Bus keine Personen eingeklemmt waren und alle Fahrgäste das Wrack bereits verlassen und sich gruppenweise um den Bus verteilt hatten.

Schockräume vorbereitet

Die Einsatzkräfte versorgten sofort die am schwersten verletzten Fahrgäste und lieferten sie nach notärztlicher Versorgung in die Krankenhäuser der Region an. Dort waren nach einem Rundruf bereits vorsorglich die Schockräume vorbereitet worden. Anschließend wurden alle Reisenden ärztlich untersucht. Die anderen Reisenden wurden mit dem Großraumbus der Feuerwehr Paderborn ins Gerätehaus nach Essentho gefahren, wo die Feuerwehr eine Betreuungsstätte einrichtete. Dort standen neben Medizinern auch Notfallseelsorger zur psychosozialen Betreuung der Unfallopfer bereit.

Die Autobahn 44 war zwischen den Anschlussstellen Lichtenau und Marsberg bis in die Morgenstunden in beiden Richtungen gesperrt. Obwohl die Unfallstelle bereits im Hochauerlandkreis lag, gaben die Bezirksregierungen grünes Licht, dass die rettungsdienstliche Organisation in Regie des Kreises Paderborn lag.

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